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Syriana
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Regie
Stephen Gaghan
Drehbuch
Stephen Gaghan
Produzenten
Steven Soderbergh, George Clooney, Michael Nozik
Genre Polit-Thriller FSK 16 Filmlänge 128 min Land USA Kinostart 23.02.2006 DVD-Start 23.06.2006 Verleih Warner Bros. Pictures Germany |
Story
Mit Hilfe des Wirtschaftsberaters Woodman will Thronerbe Prinz Nasir sein Land, ein kleines Golf-Emirat, reformieren. Erster Schritt: Die Ölbohrrechte gehen an den Meistbietenden. Und das sind in diesem Fall die Chinesen. Sehr zum Missfallen des US-Konkurrenten Pope. Der Ölmulti bangt um seine Produktion. Daraufhin schickt die CIA ihren besten und verwegensten Mann Bob Barnes, um die unliebsamen Entwicklungen im Sinne der USA wieder gerade zu biegen. Notfalls auch durch handfestes Eingreifen.
Schauspieler
Kayvan Novak, George Clooney, Amr Waked, Christopher Plummer, Jeffrey Wright, Chris Cooper, Robert Foxworth, Nicky Henson, Nicholas Art, Matt Damon, Amanda Peet, Alexander Siddig, Steven Hinkle, Max Minghella, William Hurt, Greta Scacchi, Michelle Monaghan, Dagmara Dominczyk, Mark Strong
Filmkritik von Melanie Frommholz
Geld, Macht, Gier. Drei wesentliche Faktoren, die den Kampf um Öl und Erdgas im Nahen Osten bestimmen und von denen der alltägliche Kuhhandel hinter verschlossenen Türen zwischen Politik und Wirtschaft geprägt ist. Korruption heiß das Wort, das diese Verbindungen umtreibt. Ein Menschenleben ist da nichts weiter als eine weitere Figur auf dem Schachbrett. Der Polithriller „Syriana“ nimmt den Zuschauer mit, in dieses Gespinst aus undurchsichtigen Verbindungen und Interessen. Erschreckend realistisch nimmt er uns mit! Was bleibt ist ein dumpfes Gefühl in der Magengegend und das dringende Bedürfnis mit jemandem über das Gesehene zu diskutieren. Genau dies wollten die Macher sicherlich auch mit ihrem Film bewirken - Die Zuschauer zum Denken und auch Handeln anregen. Die Geschichten der verschiedenen Handlungsstränge werden daher auch nicht weiter erklärt, man muss sie sich erzählen lassen, sich seine eigene Meinung bilden. Das Problem an der Sacher ist leider nur, dass die einzelnen Geschichten, die am Ende doch alle miteinander verwoben sind, meist mit sehr viel Details überfrachtet sind. Alles erscheint irgendwie wichtig und ist es letztlich auch. Passt man nicht gleich von der ersten Minute auf wie ein Luchs, hat man bereits nach kurzer Zeit zumindest den Faden in einem der Handlungestränge verloren. Auch ein gewisses politisches Grundwissen wird vorausgesetzt. Was „Syriana“ dennoch zu mehr macht, als schwerer Kinokost, ist die namhafte Besetzung, die Regisseur Stephen Gaghan für dieses Projekt vor der Kamera versammeln konnte, allen voran ein beeindruckender George Clooney. Die Schauspieler erzeugen auch ohne viele Worte diese ganz spezielle Stimmung, die den Besucher am Ende nachdenklich den Kinosaal verlassen lässt. Noch beklemmender wird das ganze nur noch, wenn man sich überlegt, dass dieser Film auf mehr Wahrheiten basieren könnte, als einem lieb ist. Der umstrittene US-Bestseller "See No Evil" von Robert Baer, der von 1976 bis 1997 als Operationsleiter für die CIA in der arabischen Welt arbeitete, stand Pate für das Drehbuch zu „Syriana“.
Auszeichnungen
Golden Globe-Nominierungen
Beste Musik
Gewonnene Golden Globes
Bester Nebendarsteller (George Clooney)
OSCAR-Nominierungen
Bestes Drehbuch (Original)
Gewonnene OSCARs
Bester Nebendarsteller (George Clooney)
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Kommentare
Kinotiger schreibt am 30.10.10, 20:11
Einer der wenigen Agententhriller die die Realitäten der Welt so beschreiben, wie sie wohl ist. Keine leichte Kost für Leute, die sich nicht für das Thema interessieren bzw. unbedarft diesbezüglich sind. Für die anderen aber sehr zu empfehlen.

