Aktuell im Kino
Demnächst im Kino
- 31.5.
- Bad Sitter
- 31.5.
- Leb wohl, meine Königin!
- 31.5.
- LOL - Laughing Out Loud
- 31.5.
- Safe - Todsicher
- 31.5.
- Snow White and the Hun...
- 31.5.
- Wie zwischen Himmel u...
- Zu den Kinostarts
V wie Vendetta
V for Vendetta
|
Regie
James McTeugue
Drehbuch
Larry & Andy Wachovski
Produzenten
Joel Silver, Grant Hill, Larry & Andy Wachovski
Genre Comic-Verfilmung FSK 16 Filmlänge 132 min Land Großbritannien Kinostart 16.03.2006 DVD-Start 09.03.2007 Blu-ray-Start 19.06.2008 Verleih Warner Bros. Pictures |
Story
In einer düsteren Version der Gegenwart leben in dem totalitären England alle Bürger brav vor sich hin und werden von einem faschistischen Überwachungsstaat grausam unterjocht. Unter ihnen ist auch Evey, die ebenfalls davon überzeugt ist, dass die so genannten „Freiheitskämpfer“ grausame Terroristen sind. Als sie jedoch in einer brenzligen, lebensbedrohlichen Situation von einem solchen, genannt „V“, gerettet wird, gerät ihre Welt ins Wanken…
Schauspieler
Natalie Portman, Hugo Weaving, Stephen Rea, Stephen Fry, John Hurt, Tim Pigott-Smith, Rupert Graves, Roger Allam, Ben Miles, Sinéad Cusack, Natasha Wightman, John Standing, Eddie Marsan, Clive Ashborn
Filmkritik von Thomas Ays
Es ist nur mit „unfassbar“ zu beschreiben, dass die Wachovski-Brothers, die uns ja mit „Matrix“ einen echten Science-Fiction-Knüller in die Kinos brachten, nach 7 Jahren tatsächlich den Zuschauer wieder fassungslos aus dem Saal entlassen. Kompromisslos schaffen es die zwei Brüder, die sich bei „V wie Vendetta“ für Drehbuch und Produktion verantwortlich zeichnen, einen Streifen in die internationalen Kinos zu bringen, der mit einer Comicverfilmung überhaupt nichts zu tun hat. Hier turnt kein „Batman“ oder „Spider-Man“ durch die Gegend. Hier fliegt kein Neo durch eine Welt, die es eigentlich gar nicht gibt. Hier wird eine Geschichte erzählt, die so fiktiv gar nicht ist. Hier wird kein Einheitsbrei serviert, den man nach dem Kinobesuch getrost runterschlucken und verdauen kann. Hier wird ein Film geboten, der perfekt in unsere Zeit passt. In Zeiten, in denen Filme wie „Lord of War – Händler des Todes“ oder „Syriana“ ihr Publikum finden, schlägt „V wie Vendetta“ in genau die gleiche Kerbe. Die Zwischentöne dieses Films sind schlicht atemberaubend, ernüchternd und erschreckend. Nachfragen. Hinterfragen. Es muss nicht alles geglaubt werden, was einem erzählt wird. „Das Volk sollte sich nicht vor der Regierung fürchten, die Regierung sollte sich vor ihrem Volk fürchten.“ Absolut.
„V wie Vendetta“ bietet mehr als nur interessanten Gesprächs- und Diskussionsstoff. Dieser Streifen bietet Unterhaltung und Anspruch in einem. Natürlich fehlen die typischen Action-Sequenzen nicht, aber: Hier zeigt sich, dass dieser Film keine Zeit zu verlieren hat. Regisseur James McTeugue hat schlicht keinen Augenblick, um sich um Rumgeballere oder Zeitlupensequenzen zu kümmern. Die Geschichte steht im Vordergrund, und die setzen die Drehbuchautoren Larry & Andy Wachovski keine Minute aufs Spiel.
“V wie Vendetta“: Anspruchsvoller, kompromissloser und stilsicherer Kunst- und Geschichtsfilm, der hoffentlich so manchen Gedanken freisetzt und in unseren Köpfen viel bewegt.
