Frenzy

Filmplakat Frenzy
Regie Alfred Hitchcock  Drehbuch Anthony Schaffer  Produzent Alfred Hitchcock 
Genre Thriller  FSK 16  Filmlänge 116 min
Land Großbritannien  Kinostart 12.09.1972  DVD-Start 18.11.1999  Verleih unbekannt

Story

Der "Krawattenmörder" treibt sein Unwesen in London. Ziemlich schnell gerät der ehemalige Royal Air Force–Pilot Richard Blaney unter Verdacht. Schließlich ist es seine Ex-Frau, die erdrosselt wurde – und dass die beiden ein nicht gerade freundschaftliches Verhältnis zueinander hatten, ist kein Geheimnis. Richard kommt wegen Mordes ins Gefängnis. Um seine Unschuld zu beweisen, bricht er allerdings aus. Er wird getrieben von dem Wunsch, den wahren Mörder zu finden. Gemeinsam mit seiner Freundin taucht er unter, ahnt aber nicht, wie weit er davon entfernt ist, dem Geheimnis auf die Spur zu kommen. Währenddessen mordet der "Krawattenmörder" weiter....

Schauspieler

Frenzy Jon Finch, Barry Foster, Anna Massey, Alec McCowen, Barbara Leigh-Hunt, Vivien Merchant

Filmkritik von Stefanie Rufle

Steffi vergibt 4 von 5 Ms Frenzy Eines der späten Werke des großen Meisters Hitchcock. Nach 22 Jahren Hollywood kehrte der "Master of Suspense" für diesen Film erstmals für Dreharbeiten nach London zurück und zeigte die Stadt, wie er sie aus seiner Jugend kannte und wie sie 1971 schon nicht mehr aussah. Dieser Thriller ist stilistisch ganz wie seine Filme aus den 40er Jahren – Zentrum der Handlung ist ein verzweifelter, unschuldig verfolgter Held, der im Alleingang seine Unschuld beweisen muss.

Unvergleichlich auch hier wieder die typischen "Hitchcock–Szenen". Wenn die ahnungslose Zeugin das Haus betritt und der Zuschauer weiß, dass sie gleich die Leiche finden wird, hält er unwillkürlich den Atem an. Sekundenlang ist nur das Haus zu sehen und die Spannung steigt schier ins Unerträgliche, bis endlich der erlösende schrille Schrei ertönt. Oder als das Opfer ahnungslos mit seinem Mörder dessen Haus betritt und die Kamera dann rückwärts geht – die Wohnungstür, die Treppe, die Vorderansicht des Hauses im Visier – gleichsam ein Abschiednehmen vom Mordopfer, das diesen Weg nie wieder gehen kann. Mit solchen Szenen beweist Hitchcock einmal mehr, dass er einer der großen Könner ist. Hier zeigt der Regisseur übrigens die detaillierteste und furchtbarste Mordszene seiner bisherigen Karriere – auch wenn sie mit unseren Gewalt gewohnten Augen der heutigen Zeit eher harmlos erscheint.



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