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Reine Formsache
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Regie
Ralf Huettner
Drehbuch
Béla Jarzyk, Ralf Huettner
Produzent
Béla Jarzyk
Genre Tragik-Komödie FSK 6 Filmlänge 92 min Land Deutschland Kinostart 13.04.2006 DVD-Start 12.02.2007 Verleih Senator Film |
Story
Als Pola und Felix heiraten, denken sie, dass diese Ehe für immer halten wird – Das Glück scheint perfekt! Doch schon kurze Zeit später merken die beiden, dass eben doch nicht alles so wunderbar ist, wie sie es sich im ersten Moment ausgemalt hatten. Während Pola noch immer Hals über Kopf in Felix verliebt ist, schaut sich dieser schon längst anderweitig um. Als Pola von dem wilden Treiben ihres Mannes erfährt, will sie sich scheiden lassen, um endgültig einen Schlussstrich unter die Ehe zu ziehen. Doch bis die beiden vor dem Scheidungsanwalt stehen, passiert noch so einiges…
Schauspieler
Christiane Paul, Marc Hosemann, Bastian Pastewka, Floriane Daniel, Oliver Korittke, Michael Gwisdek
Filmkritik von Kathrin Lang
Wer hinter “Reine Formsache” eine lockerlustige Komödie ohne viel Tiefgang vermutet, wird sich schnell eines besseren belehren lassen müssen, denn das Plakatmotiv führt in diesem Fall auf eine vollkommen falsche Fährte. Es ist doch wirklich sehr schade, dass deutsche Filme immer als Komödien angepriesen werden, selbst wenn sie gar keine sind. Sicherlich, dieser Film hält viele lustige Momente für seine Zuschauer bereit, aber auch der tragische Teil kommt dabei nicht gerade zu kurz. In einem Wechselbad voller Gefühle, begleitet man Pola und Felix durch die knappen 90 Minuten Filmlänge. Das Tolle daran ist, dass man sich als Zuschauer einfach nicht entscheiden kann, auf welcher Seite man stehen soll - Wer ist hier eigentlich der Böse? Pola? Felix? Beide? Man bleibt vollkommen neutral, versucht beide Seiten zu verstehen und nachzufühlen.
Sehr schön zu beobachten sind zudem die schauspielerischen Leistungen der beiden Hauptdarsteller. Christiane Paul und Marc Hosemann schaffen es in etlichen Szenen, auch ohne viele Worte, sehr viel zu sagen. Allein durch ihre Mimik und Gestik, übermitteln sie auf eine beeindruckende Art ihre Gedanken und Gefühle an das Publikum.
Am Schluss des Filmes verlässt man den Kinosaal mit einem Lächeln im Gesicht. Obwohl in „Reine Formsache“ vieles tragisch ist, so bleibt am Ende doch ein rundum gutes Gefühl beim Zuschauer zurück. Das war einfach schön und vor allem: Einfach anders!


