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Tsotsi
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Regie
Gavin Hood
Drehbuch
Gavin Hood
Produzent
Peter Fudakowski
Genre Drama FSK 12 Filmlänge 94 min Land Südafrika, Großbritannien Kinostart 04.05.2006 DVD-Start 15.12.2006 Verleih Kinowelt |
Story
In den Townships am Rande von Johannisburg, Südafrika, gilt das Gesetzt des Stärkeren. Der 19- jährige Tsosti hat dieses Prinzip schnell kapiert und eine kleine Gang um sich gescharrt, mit der er Nacht für Nacht auf Beutezug geht. Rücksichtslos und mit aller Brutalität holen sich die Jungs, was ihnen ihrer Meinung nach zusteht. Ein unvorhersehbares Ereignis zwingt den coolen Gangster jedoch sich mit seiner Gewalttätigkeit auseinander zu setzten. Als er eines Abends in einem noblen Vorort der Millionenmetropole eine junge Frau anschießt und ihr Auto klaut, bemerkt er nach kurzer Fahrt, dass sich noch das Baby seines Opfers auf dem Rücksitz befindet. Zunächst mit der Situation überfordert, ist Tsotsi entschlossen, das Kind im Auto zu lassen. Letztlich kann er das schreiende Bündel jedoch nicht zurücklassen. Und so nimmt er das Baby in eine Papiertüte gepackt, mit in seine Welt. Eine Entscheidung mit weitreichenden Folgen.
Schauspieler
Presley Chweneyagae, Terry Pheto, Kenneth Nkosi, Mothusi Magano, Zenzo Ngqobe, Zola, Rapulana Seiphemo, Nambitha Mpumlwana
Filmkritik von Melanie Frommholz
„Tsotsi“ – ein Film, der emotional, optisch und akustisch überzeugt. Der Gewinner des OSCARs für den besten ausländischen Film 2005 ist anspruchsvolle Kinounterhaltung, die berührt ohne auch nur einen Moment ins Melodramatische oder Kitschige abzurutschen. Diese Echtheit ist nicht zuletzt dem sehr überzeugenden Hauptdarsteller Presley Chweneyagae zu verdanken. Man glaubt ihm die Tränen genauso, wie seine Gewaltausbrüche. Unverzichtbar für einen Film, der zwar ganz auf den Hauptcharakter zugeschnitten ist, jedoch als Text nur wenige Zeilen vorsieht. Auch in Sachen Optik ist „Tsotsi“ mehr als ansprechend. Regisseur und Drehbuchautor Gavin Hood ist es gelungen die bedrückende Hoffnungslosigkeit der Townships genauso einzufangen, wie die Lebensfreunde, die trotz aller Aussichtlosigkeit hinter den ärmlichen Fassaden wohnt. Zudem hat der Film einen Soundtrack, der direkt ins Blut geht. Gleich zu Beginn elektrisieren die harten Beats den Zuschauer.
Gavin Hood und sein Team liefern mit dieser Story, die auf dem Roman des südafrikanischen Autors Athol Fugard basiert, ein beeindruckendes Gangsterdrama ab, dass in eindringlichen Bildern die Geschichte eines Killers erzählt, der es wagt seine Maske fallen zu lassen, um das traumatisierten Kind dahinter ans Tageslicht zu lassen. Wenn nach dem Abspann eine aufgewühltes Publikum das Kino verlässt, kann sich Regisseur Gavin Hood sicher sein, das nicht zuletzt das realistische aber offene Ende viel Gesprächstoff liefern wird.


