Der Beweis - Liebe zwischen Genie und Wahnsinn

Proof

Filmplakat Der Beweis - Liebe zwischen Genie und Wahnsinn
Regie John Madden  Drehbuch David Auburn, Rebecca Miller  Produzenten John Hart, Jeffrey Sharp, Robert Kessel, Alison Owen 
Genre Drama  FSK Filmlänge 100 min
Land USA  Kinostart 04.05.2006  DVD-Start 07.09.2006  Verleih Buena Vista International

Story

Zwei Jahre und eine Woche ist es her, seit die 27 jährige Catherine ihr Mathematikstudium aufgab, um ihren geistig verwirrten Vater zu pflegen. Nun ist ihr Vater seit einer Woche tot und einer seiner Studenten, Hal, hat sich daran gemacht, die Unterlagen des Verstorbenen zu sichten. Immer auf der Suche nach einem letzten genialen Moment der Mathematiklegende. Catherine empfindet ihn zunächst als Eindringling und auch ihre Schwester, die für die Trauerfeier anreist ist ihr nicht gerade willkommen. Nun muss sie erklären, sich rechtfertigen, gegen die leise aber stetige Bevormundung der Schwester ankämpfen. Dabei möchte sie doch nur in Ruhe trauern, sich endgültig von ihrem Vater gedanklich abnabeln. Es entwickelt sich zwischen ihr und Hal eine zarte Liebe, die jedoch jäh strapaziert wird, als Catherine einen bahnbrechenden mathematischen Beweis präsentiert. Hal glaubt nicht dass die Berechnungen von Catherine sind und auch ihre Schwester meldet erhebliche Zweifel an. Sollte Catherine nicht nur die Begabung sondern auch den Wahnsinn von ihrem Vater geerbt haben?

Schauspieler

Der Beweis - Liebe zwischen Genie und Wahnsinn Anthony Hopkins, Gwyneth Paltrow, Jake Gyllenhaal, Hope Davis, Gary Houston, Anne Wittman, Leland Burnett, Daniel Hatkoff, John Keefe, Haroula Spyropoulos, Colin Stinton

Filmkritik von Melanie Frommholz

Melli vergibt 5 von 5 Ms Der Beweis - Liebe zwischen Genie und Wahnsinn John Madden und Gwyneth Paltrow: Zusammen einfach unschlagbar. Bereits bei „Shakespeare in Love“ haben die beiden tolles Kino abgeliefert und Gwyneth konnte ihren ersten OSCAR als Beste Hauptdarstellerin mit nach Hause nehmen. Die neuste Zusammenarbeit heißt „Der Beweis – Liebe zwischen Genie und Wahnsinn“ und wieder holt Regisseur Madden das Beste aus seiner Hauptdarstellerin heraus. Die Adaption des Theaterstückes „Proof“ von David Auburns brachte Gwyneth Paltrow schon auf der Bühne begeisterte Kritiken ein – Eine Tendenz, die sich bei der Kinoversion fortsetzen dürfte. Selten sah man die Amerikanerin so eindrucksvoll, echt und ungekünstelt. Die Rolle der Tochter Catherine, die zugleich hofft und fürchtet wie ihr Vater zu werden, scheint ihr wie auf den Leib geschneidert. Trauer, tiefsitzende Selbstzweifel aber auch das Sehnen nach Bestätigung und Zuwendung, all das kommt glaubhaft beim Zuschauer an. Regisseur John Madden meistert zusammen mit seinem gesamten Cast die schwierige gefühlsmäßige Gradwanderung des Familiendramas ohne dabei in rührselige oder kitschige Gefilde abzugleiten. Wie immer eine echte Wucht ist Anthony Hopkins, der in der Rolle des geistig verwirrten Mathematikgenies nur wenige Momente benötigt, um den Zuschauer für sich einzunehmen. Abgerundet wird die gelungene Besetzung durch Hope Davis, als überfürsorgliche Schwester und einem zuckersüßen Jake Gyllenhaal.
Lange Rede, kurzer Sinn: Reingehen und sich eine Geschichte erzählen lassen, die wirklich zu Herzen geht.

Auszeichnungen

Der Beweis - Liebe zwischen Genie und Wahnsinn
Golden Globe-Nominierungen

Beste Schauspielerin - Drama (Gwyneth Paltrow)



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