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NVA
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Regie
Leander Haußmann
Drehbuch
Thomas Brussig, Leander Haußmann
Produzent
Claus Boje
Genre Satire FSK 6 Filmlänge 98 min Land Deutschland Kinostart 29.09.2005 DVD-Start 15.05.2006 Verleih Delphi Filmverleih |
Story
Nun hat es auch Henrik Heidler erwischt. Der 18 jährige Träumer wird zur NVA eingezogen. Das heißt für ihn möglichst unauffällig verhalten und hoffen, dass man ungeschoren durch den Wehrdienst kommt. Die Zeiten sind unruhig, der Mauerfall liegt in der Luft. Davon will Oberst Kalt, der Kaserneleiter jedoch nichts wissen. Es gilt wieder neue Rekruten zu schleifen. Der Arbeiter- und Bauernstaat braucht gut ausgebildete Soldaten. Dabei hat Henrik doch nur seine Freundin Eva im Kopf, die ihm jedoch nach kürzester Dienstzeit den Laufpass gibt. Gott sei Dank ist da ja aber noch Henriks Rekruten-Kumpel Krüger, der immer für eine Überraschung im tristen Kasernenalltag gut ist.
Schauspieler
Kim Frank, Oliver Bröcker, Detlev Buck, Jasmin Schwiers, Maxim Mehmet, Daniel Zillmann, Philippe Graber, Robert Gwisdek, Ignaz Kirchner, Torsten Michaelis, Uwe Dag Berlin, Ralf Dittrich, Annika Kuhl, Katharina Thalbach
Filmkritik von Melanie Frommholz
Da haben die Macher vom „Sonnenallee“ Leander Haussmann (Regie) und Thomas Brussig (Drehbuch) wieder einen rausgehauen. Diesmal wird die Nationale Volksarmee der DDR, kurz NVA, ordentlich durch den Kakao gezogen. Die Satire lässt wirklich nichts aus und bereits nach kurzer Zeit hat man Bauchweh vor lachen. Dabei werden bei allem Augenzwinkern auch ernstere Töne angeschlagen. Haussmann und Brussig, beide selbst „Opfer“ des DDR-Wehrdienstes (mit 18 Monaten war man dabei), schlachten in „NVA“ die Kleingeistigkeit der Offiziers-Kaste genauso aus, wie die Interpretation der Musik des Klassenfeindes („Wir können belegen, dass die westdeutsche Unterhaltungsmusik eindeutig politisch ist“). Oder wäre in Wessiland irgendwer auf die Idee gekommen den Schlager „Ein Bett im Kornfeld“ als Verharmlosung des Obdachlosenproblems zu deuten? Ein weiteres Plus des Films ist die Musik. Der Soundtrack wartet mit so manchem Hit von Emerson, Lake & Parmer oder Cat Stevens auf und macht einfach Laune. Auch bei der Besetzung hatten die Macher ein glückliches Händchen. Besonders Detlev Buck als Oberst Kalt ist wirklich klasse. Aber auch die übrige Offizierriege ist überzeugend. Einzig Echt-Sänger Kim Frank als romantisch verklärter Rekrut Henrik Heidler wirkt in der Hauptrolle austauschbar.

