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Lady Henderson präsentiert
Mrs. Henderson Presents
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Regie
Stephen Frears
Drehbuch
Martin Sherman
Produzenten
Norma Heyman, Laurie Borg
Genre Tragik-Komödie FSK 6 Filmlänge 103 min Land Großbritannien Kinostart 22.06.2006 DVD-Start 16.11.2006 Verleih Buena Vista International |
Story
Nach dem Tod ihre Mannes sucht die gutbetuchte Witwe Lady Laura Hernderson abseits von Stickerei und Wohltätigkeitszirkeln der Upperclass Zerstreuung ganz anderer Art. Kurz entschlossen kauft sie das alte Windmill Theater und stellt zusammen mit dem erfahrenen Manager Vivian Van Damm eine Non-Stop-Revueshow auf die Beine. London ist begeistert, bietet Lady Henderson doch mit „Revuedeville“ eine absolute Neuheit. Doch schnell finden sich Nachahmer und bald ziehen auch die englischen Schönheiten der Tanztruppe „Milleretts“ keine Zuschauer mehr an. Eine neue Idee muss her, um das Theater wieder zu füllen. Und Lady Henderson hat eine revolutionäre: Nackte Frauen müssen auf die Bühne. Ein Skandal für das England der auslaufenden 1930er Jahre.
Schauspieler
Judi Dench, Bob Hoskins, Will Robert Young, Christopher Guest, Kelly Reilly, Thelma Barlow
Filmkritik von Melanie Frommholz
“Lady Henderson präsentiert” ist ein Film, der sich an wahren Begebenheiten orientiert und ganz auf seine zwei herausragenden Hauptdarsteller Dame Judi Dench und Bob Hoskins zugeschnitten ist. Als grantelndes Pärchen sind die beiden einfach unschlagbar. Besonders Judi Dench zeigt hier wieder einmal, dass ihr die Rolle der leicht schrulligen Alten einfach liegt und sie die Klaviatur der Gefühle perfekt beherrscht. Auch die Geschichte funktioniert in der ersten Hälfte wirklich gut. Eine leicht melancholische Komödie mit Charme und Dialogwitz. Leider wird diese Linie jedoch nicht bis zum Schluss konsequent verfolgt. Ab der Mitte des Films versteigt sich die Handlung hin zum Kriegsdrama und versucht mit Einblendungen von echten Dokumentarfilmsequenzen der Bombenangriffe auf London die Schrecken des zweiten Weltkrieges heraufzubeschwören. Zu dem abrupten Übergang gesellt sich dann auch noch jene Theatralik, die bei einer guten Geschichte mehr kaputt macht, als das sie zu Herzen geht. Sehr schade, hier verliert der Streifen eindeutig. In einer Nebenrolle ist übrigens der gute Will Young zu sehen und zu hören. Genau, dass ist jener der zu den ersten Gewinnern des TV-Formates „Pop Idol“ (hierzulande: „Deutschland sucht den Superstar“) in England gehörte.
