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Tatort - In eigener Sache (TV)
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Regie
Elmar Fischer
Drehbuch
Holger Karsten Schmidt
Produzenten
Brigitte Dithard, Uwe Franke, Manfred Hattendorf, Sabine Tettenborn
Genre Krimi Filmlänge 90 min Land Deutschland , 2008 Verleih SWR |
Story
In ihrem zweiten gemeinsamen Fall haben es die Stuttgarter Hauptkommissare Thorsten Lannert und Sebastian Bootz mit einem emotional schwierigen Fall zu tun. Ein Zugriff der Kollegen von der Drogenfahndung in einem Hotel ging schief und nun ist nicht nur der Drogenboss tot, sondern auch ein verdeckter Ermittler. Lannert und Bootz müssen in den eigenen Reihen ermitteln. Der Zugriff der Drogenfahnder war nicht autorisiert. Die Kollegen Jürgen Wolf und Sven Wippermann reden sich damit heraus, dass es sich um einen kurzfristigen Tipp einer Informantin gehandelt hat, doch schon bald steht auch der Vorwurf im Raum, die beiden Polizisten könnten versucht haben sich an dem Drogengeld persönlich zu bereichern. Wussten Wolf und Wippermann, dass ein verkabelter Kollege mit im Raum war und musste dieser daher sterben? Während Thorsten Lannert diese Variante der Geschichten für durchaus möglich und wahrscheinlich hält, weigert sich Sebastian Bootz zunächst daran zu glauben. Immerhin kennt er Sven Wippermann seit Jahren und ist mit ihm befreundet. Doch je tiefer Lannert und Bootz in der Sache graben, desto mehr Ungereimtheiten tauchen im Zusammenhang mit dem Einsatz auf.
Schauspieler
Richy Müller, Felix Klare, Carolina Vera, Miranda Leonhardt, Jürgen Hartmann, Maja Schöne, Charly Hübner, Bernd Gnann, Fanny Staffa, Peter Benedict, Katja Bürkle, Christian Rudolf
Filmkritik von Melanie Frommholz
Drehbuchautor Holger Karsten Schmidt hat dem neuen Stuttgarter „Tatort“-Team Thorsten Lannert und Sebastian Bootz einen spannenden zweiten Fall geschrieben, der sich unvorhergesehen und packend entwickelt und der von Regisseur Elmar Fischer mit Action und Tempo sehr ansprechend in Szene gesetzt wurde. Die Frage nach Recht und Gerechtigkeit steht bei „In eigener Sache“ im Mittelpunkt. Zwei Dinge, die leider nicht immer das gleiche sind. Schmidt setzt sich in diesem Spannungsfeld mit desillusionierten Polizisten genauso auseinander wie mit der heiklen Frage nach Selbstjustiz und Bestechlichkeit und bindet beides in eine temporeiche und fesselnde Rahmenhandlung aus dem Drogenmilieu ein. Ihm ist eine facettenreiche und realistische Betrachtung gelungen, die kritisch nach der Wirksamkeit unseres Rechtsystems fragt und sich dabei auch um die innere Motivation unserer Rechtshüter kümmert. Gelungener Kontrast zum emotional belastenden Ermittlungsalltag ist die Weiterentwicklung der Beziehung der neuen Kollegen Lannert und Bootz. Der Fall ist eine weitere Bewährungsprobe für ihre Partnerschaft und widmet sich geschickt den Spannungen zwischen den beiden unterschiedlichen Männern. Es ist schön, dass sich Holger Karsten Schmidt auch darum kümmert und sich „In eigener Sache“ die Zeit nimmt, die beiden unterschiedlichen Charaktere und ihre persönlichen Hintergründe näher beleuchtet. Besonders das Geplänkelt von Thorsten Lannert mit seiner netten Nachbarin ist sehr amüsant und unterhaltsam. „Mehr solche „Tatorte“ aus Stuttgart!“, kann man da nur sagen.
Wissenswertes
Alle Fälle von Lannert und Bootz:
• 2008: Hart an der Grenze
• 2008: In eigener Sache
• 2009: Tödliche Tarnung
• 2009: Das Mädchen Galina
• 2009: Altlasten
• 2010: Blutgelt
• 2010: Die Unsichtbare
• 2011: Grabenkämpfe
• 2011: Das erste Opfer
• 2012: Scherbenhaufen
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