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State of Mind
The United States of Leland
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Regie
Matthew Ryan Hoge
Drehbuch
Matthew Ryan Hoge
Produzenten
Kevin Spacey, Bernie Morris, Palmer West, Jonah Smith
Genre Drama FSK 16 Filmlänge 105 min Land USA, 2002 DVD-Start 11.05.2006 Verleih e-m-s GmbH |
Story
Ein unglaubliches Verbrechen. Der 16-jährige Leland P. Fitzgerald hat mit 20 Messerstichen einen behinderten Jungen umgebracht. Einfach so, am helllichten Tag auf einem Spielplatz. Bis zum Prozess landet Leland in der geschlossenen Abteilung der Jugendstrafanstalt. Hier trifft er auf den Lehrer Pearl. Dieser sieht die positiven Seiten in dem Jungen und will ihm helfen, das Geschehene aufzuarbeiten. Seine Hilfe kommt jedoch nicht ganz uneigennützig. Pearl ist erfolgloser Schriftsteller und wittert in Lelands Geschichte die große Story für seinen Durchbruch.
Schauspieler
Ryan Gosling, Jena Malone, Don Cheadle, Chris Klein, Lena Olin, Kevin Spacey, Michelle Williams, Martin Donovan, Ann Magnuson, Kerry Washington, Sherilyn Fenn, Michael Pena
Filmkritik von Melanie Frommholz
Ein unglaubliches Verbrechen geschieht und plötzlich ist der Blick frei, hinter die glatte Fassade der heilen Welt. Regisseur Matthwe Ryan Hoge ist mit seinem Familiendrama „State of Mind“ eine wirklich sehenswerte Aufarbeitung eines Verbrechens gelungen, eine Charakterstudie, die pikanter Weise sehr eindeutig Stellung für den Täter bezieht und damit in den USA nicht unbedingt auf Gegenliebe gestoßen ist. In einer Zeit, in der amoklaufende Teenager ihre Mitschüler erschießen, will eben niemand den Menschen hinter dem Killer sehen und schon gar nicht dessen sympathische Seiten. Hoge interessiert sich nicht für die Tat selbst (Leland kann sich daran gar nicht erinnern), er will beleuchten was einen Jugendlichen zu einem Mord treibt. Dabei wird klar, dass es eben nicht immer eine Antwort auf die quälende Frage nach dem „warum“ gibt. Manchmal kann eben nicht einmal der Täter selbst seine Mordmotive wirklich erklären. Hoge erzählt seine Geschichte mit einer unglaublichen Ruhe und in eindringlichen Bildern. Zwar erschließt sich der Sinn mancher Nebenhandlung nicht immer, dies schmälert die darstellerische Leistung der Schauspieler jedoch in kleinster Weise. Sämtliche Rollen sind exzellent besetzt und besonders die drei Hauptdarsteller Ryan Gosling, Don Cheadle und Jena Malone tragen die Geschichte durch ihr eindringliches Spiel. „State of Mind“ – Ein kontroverser Film, der viele Frage aufwirft und viele Antworten schuldig beleibt. Weil es eben manchmal keine Antworten gibt und genau dies der Punkt ist, der einen Film ausmacht.
