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Attentat auf Richard Nixon
The Assassination of Richard Nixon
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Regie
Niels Mueller
Drehbuch
Niels Mueller, Kevin Kennedy
Produzenten
Alfonso Cuarón, Jorge Vergara
Genre Drama FSK 12 Filmlänge 91 min Land USA, 2004 DVD-Start 31.08.2006 Verleih e-m-s |
Story
Samuel J. Bickle hat endlich einen neuen Job. Doch auch den vermutlich nicht lange. Er denkt, die Welt müsse schonungslos ehrlich sein, was ihm in der Position eines Verkäufers natürlich einigen Ärger einbringt. Sam ist psychisch angeschlagen. Das hat auch seine Frau bereits festgestellt und hat ihn verlassen. Auch seine Zukunftspläne als eigenständiger Reifenverkäufer zerplatzen aufgrund seiner Fehler. Völlig desillusioniert macht er einen Mann dafür verantwortlich: Richard Nixon, der Präsidenten der Vereinigten Staaten von Amerika...
Schauspieler
Sean Penn, Don Cheadle, Naomi Watts, Jack Thompson, Michael Wincott, Mykelti Williamson, Nick Searcy, Brad Henke, Lily Knight, Tracy Middendorf
Filmkritik von Thomas Ays
Eines war von vornherein glasklar: Wenn Charaktermime Sean Penn auf einem Cover zu sehen ist, ist die Chance (wieder) groß, das auch dieser Streifen eine One-Man-Show des Schauspielers wird. So war es dann auch. Sean Penn spielt seine Rolle wieder einmal großartig und mit höchster Überzeugungskraft. Dieser Mann ist nun einmal das, was man einen wahren Schauspieler nennt.
Etwas seltsam an „Attentat auf Richard Nixon“ ist jedoch der Titel, der ist nämlich extrem verwirrend. Um ein Attentat geht es nämlich nur am Rande. In erster Linie wird hier die (tragische) Geschichte eines verstörten Mannes erzählt, der durchaus diskussionsfreudige Ansätze und Gedanken besitzt. Leider gipfelt sein Leben in einem Albtraum. Nichtsdestotrotz hätte hier durchaus ein anderer Filmname gut getan, dann darf sich der Zuschauer auch auf den „richtigen“ Film einstellen.
Inszenatorisch ist „Attentat auf Richard Nixon“ bestimmt nicht das Schlechteste, was in den letzten Jahren auf den DVD-Markt gebracht wurde, dennoch fehlt der Geschichte das letzte Quäntchen Überzeugung, was aber keinesfalls an den Schauspielern liegt – im Gegenteil. Vielleicht hätte man sich nur noch mehr auf alle anderen Figuren konzentrieren sollen. Die der Ehefrau beispielsweise, gespielt von Naomi Watts, hätte nämlich durchaus mehr Platz in der Story verdient gehabt.
Insgesamt gesehen muss man in einer solchen „Drama-Stimmung“ sein, damit man von „Attentat auf Richard Nixon“ restlos begeistert sein wird. Für alle anderen bietet die Geschichte nicht viel interessantes, denn um Politik geht es hier wirklich nur am Rande, was sehr schade ist.
