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City of God
Cidade de Deus
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Regie
Fernando Meirelles, Kátia Lund
Drehbuch
Braulio Mantovani
Produzenten
Andrea Barata Ribeiro, Mauricio Andrade Ramos
Genre Drama FSK 16 Filmlänge 128 min Land Brasilien, USA, Frankreich Kinostart 08.05.2003 DVD-Start 20.11.2003 Verleih Constantin Film |
Story
Das Armenviertel von Rio de Janeiro, die City of God, hat seine eigenen Gesetze. Bereits seit frühester Kindheit lernen die Jungs Löckchen und Buscapé, das nur die Sprache der Gewalt hier zu Ansehen und Macht führt. Doch während aus Löckchen der gefürchtete Drogenboss Locke wird, der mit seiner Bande die City of God bald beherrscht, träumt Buscapé von einer Karriere als Fotograph fern ab des Armenviertels. Immer wieder kreuzen sich die Wege der beiden unterschiedlichen Jungen. Locke ist in seinem Machthunger unersättlich. Doch mit Mane taucht bald ein gefährlicher Gegenspieler auf, der nur ein Ziel hat, Locke zu vernichten, ist dieser doch der Vergewaltiger seiner Freundin. Bald tobt ein unerbittlicher Krieg in der City of God, der seine Bewohner in Angst und Schrecken versetzt.
Schauspieler
Matheus Nachtergaele, Seu Jorge, Alexandre Rodrigues, Leandro Firmino da Hora, Alice Braga, Douglas Silva, Philippe Haagensen, Jonathan Haagensen, Daniel Zettel
Filmkritik von Melanie Frommholz
Ein Blick hinter die auf Hochglanz getrimmte Fassade der Urlaubsmetropole Rio de Janeiro. „City of God“ zeigt das andere Leben in Brasiliens Großstadt Nummer eins. Das arme, dreckige und von Gewalt beherrschte Leben in dem gleichnamigen Armenviertel. Hier gilt das Gesetzt des Stärkeren. Der Drogenhandel spült das Geld und die Macht in die Hände derer, die skrupellos genug sind, ihre Gegner eiskalt zu ermorden. Schonungslos zeichnet Regisseur Meirelles das Bild des Armenviertels über mehrere Jahrzehnte nach. Von seiner Entstehung in den 60ger Jahren bis in die heutige Zeit. Bereits in den Anfangszeiten hatten die Banden ihre Knarren und machten die Gegend unsicher, doch hatte das ganze eher noch einen harmlosen Charakter. Mit dem Aufblühen der organisierten Kriminalität und dem Boom des Drogenhandels eskalierte auch die Gewalt. Bald befand sich das gesamte Viertel in einem Bandenkrieg, der besonders unter den Kindern und Jugendlichen immer neue Anhänger, aber auch Opfer fand. Willkommen in der Hölle auf Erden, in der die Polizei korrupt und der Tod nur eine Straßenecke entfernt ist.
„City of God“ glänzt nicht mit namhaften Schauspielern, sondern mit unbekannten Gesichtern, die durch ihre überzeugenden Leistungen für eine unglaubliche Authentizität sorgen. Nicht umsonst wurde der Streifen, der auf einem Buch von Paulo Lins basiert, weltweit mit Auszeichnungen überschüttet. Ein Film, der aufrüttelt, bewegt und einen auch nach dem Abspann noch lange nicht zur Ruhe kommen lässt.
Wissenswertes
Der Film wurde mit der TV-Serie „City of Men“ thematisch fortgeführt. Der Kinofilm zur Serie der ebenfalls „City of Men“ heißt, wurde 2007 gedreht und hatte bei uns nur einen DVD-Start.
Auszeichnungen
Golden Globe-Nominierungen
Bester ausländischer Film
OSCAR-Nominierungen
Beste Regie, Bester Schnitt, Beste Kamera, Bestes Drehbuch (Adaption)
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