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Tiptoes - (nicht) auf die Größe kommt es an
Tiptoes
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Regie
Matthew Bright
Drehbuch
Matthew Bright
Produzenten
John Langley, Elie Cohen, Douglas Urbanski
Genre Tragik-Komödie FSK 12 Filmlänge 86 min Land USA, Frankreich Verleih Kinowelt |
Story
Zwischen Steven und der hübschen Carol scheint einfach alles zu stimmen. Sie führen eine tolle Beziehung, mit viel Witz und viel Liebe. Doch dann wird Carol schwanger und das Blatt wendet sich. Steven ist nicht sonderlich begeistert von der Vorstellung in neuen Monaten Vater zu werden und Carol, diese ist verzweifelt, weil sie immer der Meinung war, dass Steven auch Kinder wollte. Unbedingt will sie herausfinden, was mit ihm los ist. Als eines schönen Tages Stevens Zwillingsbruder bei Carol vor der Tür steht, wird ihr auf einmal alles klar: Steven stammt aus einer Familie in der alle, bis auf Steven selbst, Kleinwüchsige sind. Carols trifft es wie ein Schlag: Wird ihr Baby auch kleinwüchsig und wenn ja – welche Folgen hätte dies? Aber noch viel wichtiger ist die Frage: Sind Steven und Carol dazu bereit ein kleinwüchsiges Kind groß zu ziehen?
Schauspieler
Kate Beckinsale, Matthew McConaughey, Gary Oldman, Patricia Arquette, David Alan Grier, Peter Dinklage, Debbie Lee Carrington, Ed Gale, Kacie Borrowman, Alexa Nikolas
Filmkritik von Kathrin Lang
„Tiptoes – (nicht) auf die Größe kommt es an“ ist mal wieder ein Film, der positiv zu überraschen weiß. Betrachtet man das DVD-Cover und liest den kurzen Inhaltstext, erwartet man nicht viel mehr als eine lockerleichte Komödie ohne viel Tiefgang. Doch genau wer so, oder so ähnlich dachte, wird sich schnell eines Besseren belehren lassen müssen. „Tiptoes – (nicht) auf die Größe kommt es an“ schaut hinter die Fassade der Leben kleinwüchsiger Menschen und beschäftigt sich somit mit einem ganz neuen Themengebiet. Es ist sehr interessant zu erfahren mit welchen Vorurteilen Kleinwüchsige in ihrem Leben zu kämpfen haben und wie sie ihren Alltag meistern. Äußerst angenehm war dabei auch, dass die Macher nicht auf „Teufel komm raus“ versuchten lustig zu sein, sondern viel mehr auf Situationskomik gesetzt haben und außerdem auch viele tragische und teilweise auch sehr nachdenkliche Szenen mit in ihren Film integriert haben. Besonders toll waren auch die schauspielerischen Leistungen - Hier hat wirklich jeder in seine Rolle gepasst und seine Aufgabe mit Bravour gemeistert. Es gibt etliche Szenen (allerdings zwei die besonders hervorstechen), bei denen es dem Zuschauer schier die Sprache verschlägt, weil sie so sensationell toll umgesetzt wurden. Da haben nicht nur Mimik und Gestik der Schauspieler gepasst, sondern auch die Dialoge waren einfach klasse ausgearbeitet.
Großes Lob an alle, die bei „Tiptoes – (nicht) auf die Größe kommt es an“ mitgewirkt haben. Dieser Film lohnt sich wirklich!
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Kommentare
Penelope schreibt am 25.12.07, 03:54
Vermutlich ist Kathrin (wie ich) eine Gary Oldman Fan. Da ist es ganz klar, einen Kuss von Rolfe zu verlangen - nachdem man den ganzen Film darauf gewartet hat... Leider war dem Cutter wohl nicht klar, was er da zusammenschneidet - eine Komödie? Ein Drama? Eine Schnulze? Auf einmal endete der Film und ich habe immer noch nicht herausbekommen, was mir dieser Film sagen sollte. Allerdings gibt es eine geniale Arquette zu sehen! Dafür lohnt sich das (einmalige) sehen.
Andreash schreibt am 19.10.07, 13:55
Sorry, ich fand den Film nicht gelungen. Zugegeben, es wird hier mit guten Darstellern eine Minderheit beleuchtet, aber eben nach Hollywood-manier - ohne Tiefgang. Das ist aber nicht mein Thema. Die Haupthandlung des Films ist über weite Strecken die Beziehung zwischen Carol und Steven. Hier hat das Drehbuch komplett versagt. Es beginnt schon bei logischen Lücken: Warum ist Steven, der einen solchen Horror vor kleinwüchsigen Nachkommen hat dermaßen lax mit Verhütung. Warum nimmt die sonst so sensible Carol die Probleme von Steven an keiner Stelle ernst und opfert ihre Beziehung zu Steven so schnell, nur um ein kleinwüchsiges Kind zu haben und eine Affäre mit dem kleinwüchsigen Bruder anzufangen. Natürlich kommen solche Beziehungen in der Realität vor, aber die Drehbuchschreiber stellen sich viel zu sehr auf die eine Seite von Carol nach dem Motte "hätte Steven seine Therapie gemacht, dann hätte ihn Carol nicht weggeschickt". Einen solch dramaturgisch mißlungenen Schluß letztendlich habe ich schon lange nicht mehr gesehen. Kate Beckinsale vermochte mir nicht zu erspielen warum sie am Schluß einen Kuß von Rolfe braucht.

