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Das Parfum - Die Geschichte eines Mörders
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Regie
Tom Tykwer
Drehbuch
Andrew Birkin, Bernd Eichinger, Tom Tykwer
Produzent
Bernd Eichinger
Genre Drama FSK 12 Filmlänge 147 min Land Deutschland Kinostart 14.09.2006 DVD-Start 15.03.2007 Verleih Constantin Film |
Story
Paris 1738: Im Abfall des Pariser Fischmarktes wird Jean-Baptiste Grenouille von seiner Mutter zwischen zwei Kunden unter dem Ladentisch zur Welt gebracht und zum Sterben zwischen den Fischkadavern liegen gelassen. Doch Baby Grenouille entscheidet sich mit einem Schrei für das Leben. Schon früh entdeckt er, dass ihm eine ganz besondere Fähigkeit zu Eigen ist: Ein außergewöhnlicher Geruchssinn. Im Laufe der Jahre wird sein Wunsch den Gegenständen ihren Duft zu rauben zur wahren Obsession. Er lässt ihn die menschenunwürdige Schufterei in der Gerberei überstehen, bringt ihn zur Lehre bei Parfumeur Baldini und schließlich in der Stadt der Düfte, nach Grasse. Hier will er das perfekte Parfum kreieren, sein Parfum. Ein Duft der in den Menschen Liebe hervorruft.
Als eine Reihe von mysteriösen Mädchenmorden das Städtchen Grass erschüttern, ist die Aufregung groß. Alle jungen Frauen waren ausnahmslos schön und wurden von ihrem Mörder übel zugerichtet. Wie verwelkte Blumen sehen sie aus. Noch ahnt niemand, dass sie auserkoren wurden Teil eines ganz besonderen Projektes zu sein.
Schauspieler
Ben Whishaw, Alan Rickman, Rachel Hurd-Wood, Dustin Hoffman, Karoline Herfurth, David Calder, Simon Chandler, Jessica Schwarz, Sian Thomas, Corinna Harfouch, Reg Wilson, Catherine Boisgontier, Núria Casas, Carlos Gramaje, Sian Thomas, Michael Smiley
Filmkritik von Melanie Frommholz
„Das Parfum - Die Geschichte eines Mörders“ war als Buch bereits ein Megaerfolg und gehört mittlerweile zur weltweit meistgelesenen deutsprachigen Literatur. Hartnäckig weigerte sich Autor Patrick Südkind über Jahrzehnte hinweg, die Rechte für eine Verfilmung „herauszurücken“, da ihm die Welt der flüchtigen Düfte als nicht leinwandkompatibel erschien. Produzent Bernd Eichinger schaffte es dann aber schließlich doch noch und Regisseur Tom Tykwer konnte ans Werk gehen. Ob er es nun tatsächlich geschafft hat, diese geniale Geschichte fürs Kino zu adaptieren, daran werden sich nun die Geister scheiden.
Auf der einen Seite ist aus der Romanvorlage von Süskind ein optisch sehr ansprechender Film geworden. Mit sehr viel Liebe zum Detail erweckt Tykwer das Frankreich des Jahres 1738 eindrucksvoll zum Leben. Hier wurde eindeutig nicht gespart. Auch Schnitt und Kameraführung brauchen sich nicht zu verstecken. Ein besonders glückliches Händchen hatten die Produzenten auch mit der Besetzung. Dustin Hoffmann schient die Rolle des alternden Parfumeur Baldini wie auf den Leib geschneidert, Ben Whishaw ist in der schwierigen Rolle des Jean-Baptiste Grenouille sehr überzeugend und auch Alan Rickmann macht seine Sache gewohnt gut.
Auf der anderen Seite können diese gesamten positiven Aspekte nicht darüber hinwegtäuschen, dass dem Film ein ganz bestimmter Punkt fehlt. Er schafft es nicht annährend, den Zauber, die Faszination und auch den Ekel zu erzeugen, der den „Genuss“ des Buches ausmacht. Entscheidende Punkte in der Entwicklung von Grenouille zum Mörder wurden mit Blick auf die Filmlänge einfach weggelassen oder zusammengekürzt. Im Gegensatz zum Leser ist es dem Zuschauer daher einfach nicht so möglich, die innerliche Entwicklung Grenouilles, seine Gefühle und Gedanken, nachzuvollziehen. Und letztlich hatte Süskind dann doch einfach recht: Obwohl Tom Tykwer und sein Team wirklich ihr Möglichstes gegeben haben, lässt sich die Welt der Düfte einfach nicht für einen Film einfangen.
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Kommentare
rahel gschwind schreibt am 30.03.07, 16:16
ich find dä film so richtig geil jede het e anderi meinig und das isch mini
Ines schreibt am 29.06.09, 19:25
Nachdem ich das Buch gelesen habe und kurze Zeit später den Film sah, muss ich erlich zugeben, dass der Film nicht wirklech Süsskind's Werk ist. Denn nach dem Film ist Grenouille jemand der lieben könnte, beweis ist die Szene in der er eine schön Frau verfolgt. Jedoch wird ununterbrechen im Buch erklärt dass Grenouille ein Monster sei. Ich bin wirklech entäuscht über den Film, was eine einzigartige und teuere deutsche Produktion sei, denn ob man es will oder nicht, der Film hat gar nichts mit dem Buch zu tun. Ich verstehe dass es schwierig ist Gerüche auf Band zu bekommen, aber mal ganz ehrlich, ist es eifacher sie auf papier zu bekommen, ich glaube nicht. Und doch hat Süsskind uns das beste Werk geschrieben. Das ist mal meine persönnliche Meinung und Kritik.
Dr. Gerald Jurdzinski schreibt am 23.04.07, 15:47
Beim Besuch des Films "Das Parfum" mussten meine Frau und ich - Eltern zweier
Jungen im Alter von 9 und 12 Jahren - mit Erschrecken feststellen, dass dieser Film
bereits für 12-Jährige freigegeben ist.
Dieser Umstand zeigt mir nach dem Erleben des Films, dass die Freiwillige Selbstkontrolle weniger eine
Schutzinstitution für Kinder und Jugendliche ist, sondern gerade in diesem Fall
in erster Linie die wirtschaftlichen Interessen der Kinoindustrie vertritt.
In diesem Film, den ich als sehr authentisch, die Romanvorlage beispielhaft umsetzend,
und damit sehr empfehlenswert erlebt habe, wohnen wir bei
- einer Geburt unter abstoßendsten Umständen,
- der Abnabelung eines Neugeborenen mit einem Fischmesser,
- der 'Entsorgung' des Neugeborenen im Unrat
- dem Tötungsversuch des Neugeborenen durch andere Pflegekinder,
- der Ermordung der Pflegemutter durch das Durchtrennen ihrer Kehle,
- der Tötung durch Ersticken des ersten Opfers,
- der 'Aufbereitung' des nackten Leichnams für die Parfümgewinnung in einem Glasbehälter,
- der Strangulierung des vermeintlichen Opfers
... natürlich neben der Tötung der weiteren Mädchen.
All das kann ein zwölfjähriges Kind nicht ohne tiefgreifende Irritationen
überstehen - es sei denn, dass es in derartig abartigen Lebensumständen aufgewachsen ist,
dass es eine Abgebrühtheit in dem Erleben solcher Dinge besitzt.
Ich würde mich freuen, wenn
derartige Freigaben mit kritischen Auge überwacht werden würden.
Wenn die "Herr der Ringe"-Trilogie für 12-Jährige freigegeben ist, so mag das angehen,
doch "Das Parfum" ist in einzelnen Teilen noch nicht einmal für Erwachsene erträglich.
werner schreibt am 22.11.07, 12:36
Um es gleich vorwegzunehmen. Mir hat der Film gefallen und es ist eine beachtliche Leistung, die die Filmemacher hier erbracht haben.
Das Buch hängt mir selbst noch als eine nur drei Wochen zurückliegende Urlaubserinnerung in meinen Ganglien fest und da ich ein sehr visueller Typ bin, haben mich einige Bilder schon fast erschrocken, so nah kommen sie meinen eigenen.
Bildsprachlich wirklich überwältigend und trotzdem (hier widersprechen ich vielen deutschen Filmkritikern) nicht hollywoodesk, weil mit viel mehr Feingefühl eingesetzt, gerade in den Szenen, in denen der junge Grenouille mit olfaktorischer Wahrnehmung die unmittelbaren Umgebung erkundschaftet.
Als die Kamerabewegung sich seiner Nase nähert, erwartet man schon die computeranimierte, mikroskopische Weiterführung in allerlei verästelte Nasenhärchen...-nichts dergleichen, die Kamera bliebt hier einfach distanziert –einfach. Hier werden wieder viele einwenden, Gerüche kann man nicht filmisch darstellen – richtig, kann man nicht, haben sie das etwa erwartet?
Wo bei mir Kritik aufkommt, ist grundsätzlich die Verankerung des Motives für Grenouilles Morde. Ja wir wissen, er möchte den ultimativen Duft erschaffen, aber es fehlt die zwingende Notwendigkeit. Im Film wirkt es so, als wäre Grenouille fast zufällig in diesen ersten Mord hineingetapst. Süskind beschreibt diesen ersten Mord ganz klar als verzweifelten Versuch, dieses außergewöhnliche Geruchserlebnis festzuhalten. Und da wir wissen, wie gut eindeutige Motive eine Filmfigur und somit die Handlung vorantreiben,
liegt in dieser dramaturgischen Schwäche wahrscheinlich viel der Kitik begründet die "Das Parfüm" einstecken musste.
Toll gelöst hingegen wieder Grenouilles Vision vom ersten Mordopfer in der Orgienszene am Schluß, wo sich die ganze Tragik, die der Film bisher gezeigt hat, verdichtet. Auch die Schlussszene, im Buch sehr drastisch geschildert, hat im Film eine wunderbar poetische Note.
Die Besetzung ist exzellent, nicht jedoch immer deren erwartete darstellerische Leistung. Der Hauptdarsteller Ben Whishaw macht seine Sache wirklich sehr gut und doch hätte ich ihn mir noch dunkler und düsterer gewünscht. Dustin Hoffman als Parfumeur Baldini, war für mich eine Enttäuschung. Dieser große Schauspieler macht es sich zu einfach, er spielt Theater und fixiert seine Gestik und Mimik an der Oberfläche. Bei Alan Rickman spürt man ein wenig die Unterforderung und Corinna Harfouch kommt gar nicht zur Geltung.
Ich habe den Eindruck, Regisseur Tom Tykwer hatte mit dieser Großproduktion manchmal einfach zuviel um die Ohren und konnte mit den Schauspielern nicht tiefer gehen.
Trotzdem garantiert dieser deutsche Blockbuster einen tollen Kinoabend.
Schließen möchte ich mit einem Zitat Tom Tykwers aus einem Interview, das hier nicht ganz unkommentiert bleiben soll.
Auf die Frage eines FAZ-Journalisten, ob Tykwer sich den Film auch als Underground-Experiment, ohne Geld, ohne Stars, und vielleicht sogar ohne historischen Bezug vorstellen könne, antwortete dieser:
"Nein, für mich istein Big-Budget-Underground Film. Einen kleinen, einen billigeren Film hätte ein anderer drehen müssen."
"Das Parfum" ist eine gute klassische Literaturverfilmung.
Patrick Süskind erwähnte einst, dass er sich nur Stanley Kubrick für die Verfilmung seines Stoffes vorstellen könne. Eine tolle und noch teurere Vorstellung, wenn Kubrick noch leben würde.
Ich denke, dass diesen Stoff in 10 Jahren ein ganz anderer Regisseur, vielleicht nicht billig aber ganz anders in Szene setzt und freue mich jetzt schon darauf.
Petra schreibt am 19.09.07, 21:58
ich muss Hrn. Dr. Jurdzinski in seiner Kritik beipflichten. Ich gehe sogar so weit zu behaupten, dass mit diesen schrecklichen Szenen das Publikum gefangen werden sollte. Jedoch die eigentliche Abscheulichkeit - das Tun Grenouilles, seine Gedanken, seine Entwicklung kamen nicht entsprechend rüber.
Lilli schreibt am 16.10.11, 10:25
Das Buch fand ich teilweise sehr zäh im Gegensatz zum Film und es gehört zu den wenigen, die ich nur einmal gelesen habe. Vom Parfüm gerochen habe ich übrigens weder auf Papier noch auf Band etwas...
Was mich ärgert an den Kommentaren hier ist das Mokieren über das zugelassene Alter beim Film, aber kontrolliert jemand beim Kauf des Buches? Dort werden die geannten Szenen nämlich auch bis ins Detail geschildert ;-)
anna schreibt am 15.09.07, 19:44
alsoo der film ist einfach klasse, he! ehrlich!!den muss man gesehen haben!!!
Susa schreibt am 15.01.09, 21:07
Ungeachtet dessen was hier schon kommentiert wurde, war ich leider schwer enttäuscht!
Wie man dem Fazit schon entnehmen kann spiegelt der Film leider kaum ein Prozent der wunderbaren "Geschichte Grenuilles" wieder.
Um es kurz zu sagen kam es mir vor wie eine kurze Zusammenfassung der Handlung, dem sehr viel Inhalt und Entwicklung fehlt oder einfach abgewandelt wurde.
Zudem hat wohl niemand am Set das Buch gelesen, sonst wäre Grenouille kein Beinahschönling der ab und an beinahe sympathisch wirkt, sondern ein "Monster" ohne Gewissen.
Sry, aber wenn jemandem das Buch gefällt, kann er sich diesen Film sparen.
Henning schreibt am 11.04.07, 05:42
Is zwar nen alter Spruch aber passt zu dem Film.
"Des Buch is besser!"
Beate schreibt am 07.06.11, 12:29
Ich finde es sehr interessant, dass Jugendliche unter 16 Jahren schon solch psychisch kranke Szenerien sich anschauen dürfen. Nich Alle Eltern lassen ihre Kinder grausame Filme schauen. Letztendlich entscheide ich als Elternteil, ob ein Film, der ab 12 freigegeben ist, für das Kind geeignet ist. Eltern sollten mehr darauf achten, was für ein Film das ist und sich den erst mal selbst ansehen, die Leute, die diese Filme prüfen, haben nicht immer Recht.
nadja schreibt am 07.05.09, 14:25
ich fand den film sehr gut . aber ich muss gestehen dass ich das buch nicht gelesen habe
JaSsal schreibt am 06.02.07, 19:58
Ich finde diesen Film total
*scheiße*....
Sieht man ja wie viele diese Seite besuchen
Nicole schreibt am 02.05.11, 01:00
@ Dr. Gerald Jurdzinski
Ich bin in der 7.Klasse eines Gymnasiums und 13 Jahre alt. Habe mich entschlossen in dem Fach Deutsch meine Buchpräsentation
über "Das Parfum" zu halten. Habe mir auch den Film angesehen um noch einen kleinen Vergleich hinzuzufügen.
Ich bin weder verstört, noch "tiefgründig irritiert".
Ich meine, es gibt weitaus schlimmeres im Fernsehen oder sonstwo als das.
Ich weiß ja nicht was für ein Bild sie von der Jugend haben, aber man ist normalerweise schon etwas abgehärtet.
_________
Ich finde das Buch jedenfalls besser als den Film. Ist grundsätzlich so. Wenn man liest kann man sich viel besser in diese fiktive Welt hineinversetzen. Bei Filmen jedoch wird dieser Reiz genommen und ein Teil der Faszination kommt abhanden.
Bambi schreibt am 01.06.09, 22:05
Ich finde diesen Film sehr gut und ich finde dass der Regisseur und der Produzent sehr, sehr gute Arbeit geleistet haben.Und ich finde es gut das er schon für 12 - jährige freigegeben ist denn die Jungedn von heute ist ganz andere Sachen gewohnt. man muss sihc nur mal angucken was soalles m fernsehen läuft. Das ist nicht weniger brutal sondern eher noch viel heftiger und brutaler. Da sieht man ja sogar Vergewaltigungen und Hinrichtungen.
Das Drehbuch basiert auf der gleichnamigen Buchvorlage von Patrick Süskind. 
