One Hour Photo

Filmplakat One Hour Photo
Regie Mark Romanek  Drehbuch Mark Romanek  Produzenten Christine Vachon, Pamela Koffler, Stan Wlodkowski 
Genre Thriller  FSK 12  Filmlänge 96 min
Land USA  Kinostart 09.01.2003  DVD-Start 07.06.2003  Verleih 20th Century Fox Germany

Story

Seymour „Sy“ Parrish ist ein Mensch, wie er uns tagein tagaus dutzendweise über den Weg läuft. Farblos und unscheinbar. Jemand, den man genauso schnell vergisst, wie man ihn gesehen hat. Sy arbeitet als Angestellter in einem Supermarkt für die Fotoabteilung. Er entwickelt Filme und prüft die Abzüge auf ihre Qualität. Doch die Bilder einer bestimmten Familie liegen ihm ganz besonders am Herzen. Er besitzt von all ihren Bildern Abzüge für sich. Dieser Familie fühlt sich Sy besonders zugehörig. Sie ist im Laufe der Jahre „seine“ Familie geworden. Die perfekte Familie! Doch dann, durch einen Zufall aufgedeckt, bröckelt die Fassade und Seymour Parrish sieht seine heile Welt bedroht. Das kann er nicht zulassen...

Schauspieler

One Hour Photo Robin Williams, Connie Nielsen, Michael Vartan, Gary Cole, Dylan Smith, Eriq La Salle, Erin Daniels, Marion Calvert, David Moreland, Shaun P. O'Hagan, Jim Rash

Filmkritik von Melanie Frommholz

Melli vergibt 4 von 5 Ms One Hour Photo „One Hour Photo“ ist gleich in zweifacher Hinsicht ein ungewöhnlicher Ausflug. Zum einen inszeniert Regisseur und Drehbuchautor Mark Romanek üblicherweise keine Kinofilme sondern Musikvideos für große Künstler wie Madonna, Michael Jackson oder R.E.M, zum anderen steht Hauptdarsteller Robin Williams sonst für Komödien und Familienunterhaltung und nicht für psychopathische Horror-Szenarien. Für „One Hour Photo“ schlüpft der Schauspieler derart überzeugend in die für ihn ungewohnte Rolle und gibt den Psychopathen der Extraklasse, dass man sich wünscht, er würde öfter jenseits der angestammten Genres zu sehen sein.

Der Wahn hinter der Fassade des braven Bürgers: Schon immer ein guter Stoff für Gänsehautgeschichten. Mark Romanek verarbeitet das Thema auch optisch überzeugend und schafft für seinen Film eine ganz besondere Ästhetik, die zwischen Sterilität und heiler, warmer Welt pendelt und zusätzlich für Beklemmung sorgt. Geschickt baut „One Hour Photo“ trotz kleiner Längen eine packende und spannungsgeladen Atmosphäre auf. Gepaart mit Robin Williams überzeugender Leistung entwickelt der Film eine Dynamik, die den Zuschauer mehr und mehr in den Bann zieht. Die Realitätsnähe der Geschichte gepaart mit der kompromisslosen Erzählweise sorgt für eine große Eindringlichkeit. Psychokino der etwas anderen Art.



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