Aktuell im Kino
Demnächst im Kino
- 30.5.
- Die wilde Zeit
- 30.5.
- Hangover 3
- 30.5.
- The Big Wedding
- 30.5.
- To The Wonder
- 6.6.
- After Earth
- 6.6.
- Before Midnight
- 6.6.
- Das wundersame Leben ...
- 6.6.
- Snitch - Ein riskanter Deal
- Zu den Kinostarts
...und das Leben geht weiter
And the Band Played On
|
Regie
Roger Spottiswoode
Drehbuch
Arnold Schulman
Produzenten
Midge Sanford, Sarah Pillsbury
Genre Drama (Gay) FSK 12 Filmlänge 141 min Land USA Kinostart 03.02.1994 DVD-Start 20.06.2008 Verleih Impuls |
Story
Dr. Don Francis scheint der einzige zu sein, dem der Ernst der Lage bewusst ist: Als 1980 ein Fall nach dem anderen auftaucht, in dem Menschen an einem seltsamen Virus erkranken und schließlich sterben, wird auch er in eine wissenschaftliche Expertengruppe berufen, um herauszufinden, was das für eine seltsame Krankheit ist. Schnell kommt heraus, dass der Virus vor allem in der Homosexuellenszene ausbricht. Kurz darauf wird das Wort "Schwulenkrebs" erfunden, was einige Politiker und Geistliche zu Äußerungen wie "Gott säubert die Erde" veranlasst. Dr. Francis sieht sich nicht nur mit dem Virus konfrontiert, sondern auch mit seiner Machtlosigkeit der Behörden gegenüber. Denn keinem ist bewusst was es bedeutet, wenn eine Krankheit zu 100% tötet...
Eine wahre Geschichte!
Schauspieler
Matthew Modine, Alan Alda, Patrick Bauchau, Nathalie Baye, Christian Clemenson, David Clennon, Phil Collins, Alex Courtney, David Dukes, Richard Gere, Ronald Guttman, Glenne Headly, Anjelica Huston, Ken Jenkins, Richard Jenkins, Tchéky Karyo, Swoosie Kurtz, Jack Laufer, Donal Logue, Steve Martin, Richard Masur, Dakin Matthews, Ian McKellen, Lawrence Monoson, Jeffrey Nordling, Saul Rubinek, Charles Martin Smith, Stephen Spinella, Lily Tomlin
Filmkritik von Thomas Ays
“…und das Leben geht weiter“ beschreibt schonungslos den Beginn der Geschichte einer unserer heimtückischsten Krankheiten: AIDS. Und diese Geschichte kommt mehr als nur authentisch rüber. Ohne Weichzeichner wird hier erzählt, um was es in unserer Welt in erster Linie geht: Geld. Ruhm. Macht. Da ist es diesem (amerikanischen) Arzt, der hier, zugegeben, richtig schlecht wegkommt, auf gut Deutsch scheißegal, ob Tausende, oder Millionen Menschen sterben, solange er nur eine Plakette dafür bekommt, damit er in diverse TV-Kameras die Worte „Für das Lächeln unserer Kinder…!“ sagen kann. Heuchler! Und genau darum geht es. AIDS und seine Folgen hätte schon viel früher erkannt werden und dagegen etwas unternommen werden können, aber nein. Es war wichtiger, erst einmal die Frage zu klären, 1. Wer weiter spucken kann und 2. wer wissenschaftliche Beweise vorzulegen in der Lage ist. Das muss man sich mal ernsthaft vorstellen. Zum einen sind das ja „nur“ schwule Männer, die an diesem „Schwulenkrebs“ sterben, zum anderen wurden Tausende von Blutern oder anderen Blutkonserve Benötigende infiziert, weil keiner, aber wirklich keiner das Ausmaß der Krankheit begriffen hat.
Was an „…und das Leben geht weiter“ so wahnsinnig gefällt sind zum einen die Darsteller: Da hätten wir Matthew Modine, der einen wirklich tollen Job macht. Außerdem sind es die kleinen, aber feinen Gastauftritte von Hollywood-Größen, wie Steve Martin, Richard Gere oder Angelica Huston, die herausstechen. Auch großartig: Ian McKellen, der eine wahre Sondervorstellung in Sachen Überzeugungskraft gibt.
AIDS ist ein Thema – immer noch! Und dieser Film trägt eindrucksvoll dazu bei, dass wir niemals vergessen sollten, dass wir Menschen sind, die krank werden können. Ein genialer Film, der mit großartigen und beeindruckenden Bildern zeigt, was Sache ist – und das ganz ohne amerikanischen Pathos, im Gegenteil, zeitweise kommen die Amis in dieser Sache ganz schön schlecht weg. Politisch und gesellschaftlich hoch brisant bietet „…und das Leben geht weiter“ eine Geschichte, die keine ist. Es ist Realität – und zumindest das sollte jeder Mal gesehen haben!
