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Die Könige der Nutzholzgewinnung
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Regie
Matthias Keilich
Drehbuch
Matthias Keilich, Khyana El Bitar
Produzent
Nicole Gerhards
Genre Tragik-Komödie FSK 6 Filmlänge 97 min Land Deutschland Kinostart 24.08.2006 DVD-Start 23.03.2007 Verleih Neue Visionen |
Story
Sachsen-Anhalt. Der Harz unterhalb des Broken. Durch „Elend“ hindurch, an „Sorge“ vorbei, kommt man in das verschlafene Waldarbeiter-Kaff „Tanne“. Hier sagen sich Fuchs und Hase täglich „Gute Nacht“. Nach 12 Jahren taucht Tunichtgut Krischan wieder auf. Abgebrannt, aber mit vielen kanadischen Erfolgsstorys im Gepäck, steht er bei seinen Kumpels Bert und Ronnie vor der Tür. Diese sind über das Wiedersehen nicht gerade begeistert, hatte Krischan sie doch mit den Schulden aus einem ach so gewinnversprechenden Broiler-Verkaufs-Projekt sitzen gelassen. Und noch jemand in „Tanne“ ist über sein Auftauchen wenig erfreut: Krischans alte Flamme Ellen, die ihm erstmal seinen Sohn vorstellt, von dem er nichts wusste. Doch Krischan wäre nicht Krischan, hätte er nicht wieder eine tolle Idee in petto mit der er seinen Heimatort mächtig aufmischt. Diesmal will er mit den ersten internationalen Harzer Holzfällerweltmeisterschaften groß rauskommen.
Schauspieler
Bjarne Mädel, Frank Auerbach, Steven Merting, Christina Grosse, Barbara Philipp, Leon Kessler, Peter Sodann, Monika Lennartz, Christian Steyer, Doreen Kutzke, Adina Pfeil, Carlotta Münster, Thomas Dehler, Brigitt Maag, Isolde Kühn, Michael Pan, Dietmar Lahaine, Thomas Bieberstein
Filmkritik von Melanie Frommholz
Die deutsche Tragikkomödie „Die Könige der Nutzholzgewinnung“ kommt ganz im Stil britischer Komödien wie „Ganz oder gar nicht“ daher. Auch hier mischt sich das Bild der sozialen Wirklichkeit mit Kritik an der aktuellen Politik und charmantem, hintergründigen Humor. Es darf mit den Menschen gelacht werden und nicht hämisch über sie. Liebevoll inszeniert Regisseur und Drehbuchautor Matthias Keilich Hartz IV geförderte Frustration, Perspektivlosigkeit aber auch das ewige Hoffen auf den sprichwörtlichen Silberstreif am Horizont. Diese Geschichte kommt ohne Pathos oder gängige Klischees aus. Die Charaktere sind ausnahmslos gut gezeichnet, wirken ehrlich und echt, was nicht zuletzt auch ein Verdienst der sehr guten Darsteller ist. „Die Könige der Nutzholzgewinnung“ – Wer hätte gedacht, dass ein Stück realistisches Deutschland so unterhaltsam sein kann.

