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Nosferatu - Phantom der Nacht
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Regie
Werner Herzog
Drehbuch
Werner Herzog
Produzent
Werner Herzog
Genre Horror-Thriller FSK 16 Filmlänge 106 min Land Deutschland, Frankreich Kinostart 12.04.1979 DVD-Start 30.09.2003 Verleih Kinowelt |
Story
Jonathan Harker wird von seinem Arbeitgeber nach Transsylvanien, zum Schloss der Grafen Dracula geschickt. Interessiert sich dieser doch für ein Haus in Wismar, das ihm Harker verkaufen soll. Was dieser natürlich nicht weiß, ist, dass Dracula ein Vampir, ein Untoter ist, der sich vom Blut der Menschen ernährt und diese somit selber zu Vampiren macht. Als Dracula ein Foto von Harkers Frau Lucy erblickt, beschließt er, selber nach Wismar zu reisen und sich diese Frau zu eigen zu machen. Unfähig, sich dem Tageslicht auszusetzen, reist Dracula in einem Sarg auf dem Schiff nach Wismar, dessen Besatzung sich auf dieser Reise auf unerklärliche Weise dezimiert. Aber auch Jonathan Harker hat sich seit seinem Aufenthalt in Transsylvanien auf erschreckende Weise verändert und so bringt das Schiff zusammen mit seinen zwei einzigen verbliebenen Passagieren Tod und Pest nach Wismar.
Schauspieler
Klaus Kinski, Isabelle Adjani, Bruno Ganz, Jacques Dufilho, Roland Topor, Walter Ladengast
Filmkritik von Stefanie Rufle
Werner Herzog hat mit "Nosferatu", basierend auf der Novelle von Bram Stoker, einen eher nachdenklichen Dracula-Film geschaffen. Als schauerlich und tieftraurig könnte man die Geschichte bezeichnen, die sehr oft an ein Kammerspiel mit wenig Requisiten erinnert. Die düstere Stimmung wird unterstrichen durch die aschfahlen Gesichter der Darsteller, die fast schon gespenstisch wirken und die Invasion der Ratten, die Wismar langsam aber sicher einnimmt. Meisterhaft ist die Maske von Klaus Kinski als Dracula, die sich am Originalfilm "Nosferatu - Eine Symphonie des Grauens" orientiert und für die Kinski täglich mehrere Stunden stillsitzen musste. Überhaupt ist Kinski der ideale Nosferatu. Er spielt die Tragik des Vampirs, der nicht altern und sterben darf mit inbrünstiger Überzeugungskraft - dadurch wirkt Nosferatu fast schon menschlich. Aber auch Bruno Ganz als etwas naiver Jonathan Harker ist großartig! Die Wandlung vom herzensguten, sehr verliebten Ehemann in einen Schatten seiner selbst gelingt ihm so gut, dass man ihn zum Schluss wirklich kaum noch bemerkt.
"Nosferatu - Phantom der Nacht" ist ein schaurig schöner und furchtbar düsterer Vampirfilm, der sich deutlich von den gängigen "Dracula"-Verfilmungen abhebt. Großartige Darsteller tun ihr Übriges dazu, diesen Werner Herzog-Film zu einem Genuss für einen gruseligen Fernsehabend zu machen.
