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Drive
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Regie
Nicolas Winding Refn
Drehbuch
Hossein Amini
Produzenten
Michel Litvak, John Palermo, Marc Platt, Gigi Pritzker, Adam Siegel
Genre Drama FSK 18 Filmlänge 101 min Land USA Kinostart 26.01.2012 DVD-Start 29.06.2012 Blu-ray-Start 29.06.2012 Verleih Universum Film |
Story
Tagsüber arbeitet er als Stuntman für Hollywood, nachts verdient er sich als Fluchtwagenfahrer das nötige Kleingeld, um sein Leben zu finanzieren. Der wortkarge Einzelgänger hat sich mit dem Leben arrangiert und es so akzeptiert, wie es nun mal ist. Doch dann trifft er auf die schöne Nachbarin Irene und ihren Sohn Benicio und sein Leben ändert sich. Doch wenn Gefühle im Spiel sind, ändern sich auch die Spielregeln, und im Fall dieses Fahrers darf es nur wenige Veränderungen geben, wenn er nicht unter die Räder kommen will...
Schauspieler
Ryan Gosling, Carey Mulligan, Bryan Cranston, Albert Brooks, Oscar Isaac, Christina Hendricks, Ron Perlman, Kaden Leos, Jeff Wolfe, James Biberi, Russ Tamblyn
Filmkritik von Thomas Ays
Regisseur Nicolas Winding Refn ist mit "Drive" ein inszenatorisches Meisterwerk gelungen. Der Filmemacher empfiehlt sich hier ganz klar, einer der führenden, kreativen Köpfe in Hollywood zu sein. Die Art und Weise, wie er hier fantastisch ausgewählte Musikstücke mit einzigartig inszenierten Bildkompositionen mixt, zeigt, was in dem Dänen steckt. Dabei ist ihm die Wirkung, die Ryan Gosling auszeichnet, voll und ganz bewusst - und er weiß sie einzusetzen. Während Gosling, in einer Szene nur von hinten zu sehen, mit einem kleinen Jungen im Arm in Slow-Motion den Flur entlang geht, weiß der Zuschauer nicht mehr, wohin mit seiner Begeisterung. Refn hat die Chance ergriffen, "Drive" einen einzigartigen und absolut umwerfenden Stempel aufzudrücken. Zwar lassen sich die argen, brutalen Szenen als Kritikpunkt ansehen, dennoch sind sie, um die Andersartigkeit von Goslings Figur spürbar zu machen, ungeheuer wichtig für den ganzen Film.
Ryan Gosling spielt die Rolle des wortkargen und stoisch ruhigen Einzelgängers absolut eindrucksvoll. War man zu Anfang noch überrascht und irritiert, Gosling würde nun seine Charakterrollen aufgeben und in einem Actionfilm mitspielen, weiß man nach dem Film, wie sehr man sich geirrt hat. Er nutzt die vielschichtige Figur, in der Gutes und Böses in gleichem Maße vertreten sind, um daraus eine wieder einmal beeindruckende Leistung abzuliefern, die abermals vom Talent des Mimen zeugt. Gleichwohl ist Carey Mulligan der zweite Charakterkopf in diesem Film. Ungewöhnlich ist auch ihre Besetzung und auch hier weiß man nach dem Film, wie viel ihr Talent wert ist. Da geht die Leistung von Albert Brooks als Fiesling schon fast unter - und auch die Golden Globe Nominierung als bester Nebendarsteller ist nicht unbedingt nachvollziehbar. Er spielt solide und authentisch, aber keinesfalls herausragend. Es hätte eher Nominierungen für Gosling und Mulligan regnen sollen.
"Drive" ist gleich wegen mehrerer Aspekte absolut sehenswert und außergewöhnlich geraten: Eindrucksvolle Schauspieler sind hier in einem anderen, kreativen und stilvollen Film zu sehen, der sich von der Masse des Genres überzeugend und beeindruckend abhebt. Zudem ist die musikalische Untermalung nicht genug zu würdigen. Da lässt sich nur der Hut ziehen.
Wissenswertes
"Drive" basiert auf dem gleichnamigen Buch von James Sallis.
Der Film wurde im englischen Original mit deutschen Untertiteln gesehen und bewertet.
Auszeichnungen
Golden Globe-Nominierungen
Bester Nebendarsteller (Albert Brooks)
OSCAR-Nominierungen
Bester Ton-Schnitt
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