Bunraku

Filmplakat Bunraku
Regie Guy Moshe  Drehbuch Guy Moshe  Produzenten Ram Bergman, Keith Calder, Nava Levin, Jessica Wu 
Genre Fantasy  FSK 16  Filmlänge 124 min
Land USA, 2010  DVD-Start 14.10.2011  Verleih Splendid Film

Story

In einer Welt, in der die Menschheit erkannt hat, dass sie untergeht, wenn sie weiter auf Schusswaffen setzt, sind alle Munitionswaffen verboten. Doch das Böse findet immer seinen Weg und so sind die Menschen zu den guten alten Stichwaffen zurückgekehrt. Nun hat der das Sagen, der die schnellste Klinge führen kann. Der Boss in dieser neuen Welt ist Nikola, der Holzfäller. Mit Hilfe seiner rotgewandeten Gang kontrolliert er die Stadt und das Umland. Sein Stattalter – Killer Nummer 2 – regiert das Volk mit grausamer Härte. Doch eines Tages tauchen ein Samurai und ein Cowboy in der Stadt auf. Aus unterschiedlichen Gründen wollen sie dem Holzfäller an den Kragen. Ein Barmann bringt die ungleichen Männer zusammen und gemeinsam haben sie die Chance, den Lauf der Welt zu verändern.

Schauspieler

Bunraku Josh Hartnett, Woody Harrelson, Gackt Camui, Ron Perlman, Kevin McKidd, Demi Moore, Shun Sugata, Emily Kaiho, Mike Patton, Jordi Mollà, Fernando Chien, Florian Ciprian

Filmkritik von Melanie Frommholz

Melli vergibt 2 von 5 Ms Bunraku Regisseur und Drehbuchautor Guy Moshe hatte zweifelsfrei eine Vision, als er die Geschichte von Boaz Davidson für seine dritte Spielfilmarbeit auserkor. „Bunraku“ sollte ein besonderer Film werden. Zu dumm nur, dass sich Moshe allem Anschein nach so sehr in die Optik dieser Vision verliebte, dass dabei alles andere mehr oder weniger auf der Strecke blieb. In erster Linie zumindest das Drehbuch! Die ambitionierte Bildersprache ist das Einzige, was an diesem Film außergewöhnlich erwähnenswert ist. Der Filmemacher strapaziert die Coolness seines Lieblingsstilmittel jedoch derart über, in dem er den Film gefühlt unendlich in die Länge zieht, dass selbst diese anfängt zu nerven. „Bunraku“ präsentiert sich als Mix aus realen Menschen und Pappkulissen, die aussehen wie aus einem Theater. Der Name des Films, mit Bunraku bezeichnet man eine Art des japanischen Puppentheaters, zieht sich als visuelle Vorgabe durch den ganzen Film und dient als Kulisse für eine Geschichte, die häufig so sinnfrei ist, wie die Dialoge. Nur selten blitzt vereinzelt etwas Ironie aus den Worten und Handlungen. Der Inhalt der Fantasygeschichte ist eine Mischung aus Material-Art-Action, reichlich Comicelementen, Wild West- und Klassenkampfsymbolik. Guy Moshe verpackt das Ganze in eine von Beginn an durchsichtige Heldengeschichte, in der es keine Überraschungen gibt. Gut gegen Böse war trotz Stardichte und ambitionierter Optik selten so langweilig. Guy Moshe vergisst über seinen kunstvoll gestalteten Szenenbildern eine packende Geschichte zu erzählen. Es muss ja nicht immer eine tiefschürfende Botschaft sein, aber wenigstens eine fesselnde Dramaturgie hätten wir schon gerne.

Wissenswertes

Bunraku Bunraku ist eine traditionelle, japanische Form des Figurentheaters.



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