The Veteran

Filmplakat The Veteran
Regie Matthew Hope  Drehbuch Matthew Hope, Robert Henry Craft  Produzenten Kim Leggatt, Debbie Shuter 
Genre Action-Thriller  FSK 16  Filmlänge 94 min
Land Großbritannien, 2011  DVD-Start 18.10.2011  Blu-ray-Start 18.10.2011  Verleih Ascot Elite

Story

Als Robert Miller dieses Mal nach Hause in einen grauen Wohnblock im Süden von London kommt, ist es für immer. Der Soldat musste nach dem letzten Einsatz in Afghanistan seinen Hut nehmen, da er, völlig traumatisiert und ausgebrannt, nicht mehr dienstfähig ist. Sein Viertel wird mittlerweile von einer skrupellosen Drogengang kontrolliert, die auch nicht davor Halt macht Kinder zu rekrutieren. Miller ist arbeitslos und weiß nichts mit sich anzufangen. Daher kommt das Angebot von Chris, dem Bruder von Millers Freund Danny, etwas für den Geheimdienst zu tun, nicht ungelegen. Chris macht Robert mit dem undurchsichtigen Geheimdienstmann Gary Langdon bekannt. Robert lässt sich anwerben und observiert fortan islamistische Terrorverdächtige. Doch er macht seinen Job zu gut. Er kommt hinter mysteriöse Verstrickungen zwischen seinen neuen Chefs, den Terroristen und den Londoner Drogenbossen. Bald wird das Pflaster verdammt heiß für den ehemaligen Fallschirmjäger und er muss sich entscheiden auf welcher Seite er steht.

Schauspieler

The Veteran Toby Kebbell, Tony Curran, Tom Brooke, Adi Bielski, Brian Cox, Ivanno Jeremiah, Eboseta Ayemere, Ashley Bashy Thomas, Mem Ferda, Selva Rasalingam

Filmkritik von Melanie Frommholz

Melli vergibt 2 von 5 Ms The Veteran Mit „The Veteran“ legt Regisseur und Drehbuchautor Matthew Hope seine zweite Spielfilmarbeit vor. Der Filmemacher hatte eine spannende Storyidee, die einen aktuellen Bezug hat und die er auch solide und mit gutem Timing inszeniert. Eine gute Kameraarbeit sorgt für eine durchweg ansprechende und hochwertige Optik. Matthew Hope und sein Co-Drehbuchautor Robert Henry Craft starten mit einer vielversprechenden Mischung aus Thriller und Drama, die neben traumatisierten Ex-Soldaten und einer vielschichtigen Agenten- und Geheimdienststory auch noch eine Prise Sozialkritik zu bieten hat. Im Mittelpunkt steht der ehemalige Fallschirmjäger Miller, der an einem posttraumatischen Stresssyndrom leidet. Die anfänglich stimmig erscheinende Melange fällt im weiteren Verlauf des Films jedoch mehr und mehr auseinander, weil sich Matthew Hope augenscheinlich nicht entscheiden konnte, was er wollte. Immer häufiger stolpert man über Logikschwächen im Drehbuch und der Grat der Verschwörungstheorie nimmt abstruse Züge an, was sich in teils unverständlichen Dialogen niederschlägt. Auch wenn man der Story nach wie vor eine gewisse Spannung nicht absprechen kann, wird doch offensichtlich, dass Matthew Hope seinen Film überfrachtet hat. Es gelingt ihm nicht konsequent einen der angeschnittenen Aspekte in den Mittelpunkt des Films zu stellen und so eiert „The Veteran“ bis zum Schluss zwischen Actionthriller, Sozialdrama und Agentenfilm hin und her.
Für die Drehbuchschwächen in Teilen entschädigt wird man durch die darstellerischen Leistungen, die es vor der Kamera zu sehen gibt. In der Rolle des innerlich völlig zerstörten Veteranen Miller kann Toby Kebbell auf ganzer Linie mit seinem reduzierten und doch aussagekräftigen Spiel überzeugen. An seiner Seite machen Brian Cox und Tony Curran als Geheimdienstagenten sowie Tom Brooke als Millers Freund Danny ebenfalls einen guten Job.

Wissenswertes

The Veteran „The Veteran“ ist die zweite Spielfilmarbeit von Regisseur Matthew Hope, der auch das Drehbuch mitschrieb.



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