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Caché
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Regie
Michael Haneke
Drehbuch
Michael Haneke
Produzenten
Margaret Ménégoz, Prof. Dr. Veit Heiduschka
Genre Psycho-Thriller FSK 12 Filmlänge 119 min Land Frankreich, Österreich, Deutschland, Italien Kinostart 26.01.2006 DVD-Start 07.09.2006 Verleih EuroVideo |
Story
Georges und Anne führen ein vollkommen geregeltes Leben. Beide haben einen guten Job, der ihnen ein finanziell gesichertes Leben garantiert. Zudem haben sie einen liebevollen Sohn und tolle Freunde. Doch dann werfen seltsame Videobotschaften das idyllische Leben der dreiköpfigen Familie vollkommen über den Haufen. Sie werden beobachtet, können sich jedoch nicht erklären von wem. Verzweifelt suchen sie Hilfe bei der Polizei, doch diese kann oder will in das Geschehen nicht eingreifen, solange nichts Ernsthaftes passiert. Je länger der Terror andauert, desto mehr gerät das Leben der Familie aus dem Gleichgewicht. Gerade Georges scheint nicht mit offenen Karten zu spielen, hat er doch einen Verdacht über den er mit Anne nicht sprechen will. Dieser Verdacht führt ihn zurück in seine Kindheit, in der eine schreckliche Erinnerung verborgen liegt.
Schauspieler
Daniel Auteuil, Juliette Binoche, Annie Girardot, Maurice Benichou, Lester Makedonsky, Bernard Le Coq, Walid Afkir, Daniel Duval, Nathalie Richard, Denis Podalydès, Aïssa Maïga
Filmkritik von Kathrin Lang
Alles beginnt mit einer scheinbar schlichten und einfachen Szene: Die Kamera ist auf ein Haus gerichtet, filmt dabei Menschen, die das Haus verlassen und betreten. Eigentlich nicht sonderlich aufregend, doch plötzlich wird der Film angehalten, zurückgespult, wieder abgespielt. Dann Szenenwechsel – ein Wohnzimmer, in dem sich ein besorgtes Ehepaar den eben gezeigten Film mehrmals ansieht. Bereits nach diesen ersten Szenen hat Regisseur und Drehbuchautor Michael Haneke seinen Zuschauer genau da, wo er ihn haben wollte: Verwirrt und leicht beunruhigt vor seinem Fernseher. „Caché“ lebt ganz bewusst nur von diesen beiden Gefühlen, die gekonnt gut von der ersten bis zur letzten Minute aufrechterhalten werden.
Es ist diese Einfachheit, die bei dem Zuschauer ein ungutes Gefühl hinterlässt. Michael Haneke wirft mit „Caché“ einen Blick auf eine gänzlich normale Familie, die ein vollkommen geregeltes Leben führt, das scheinbar durch Nichts zu erschüttern ist. Doch dann wird Georges, Ehemann und Vater, von seiner Vergangenheit eingeholt und das standhafte Familiengemäuer fängt langsam an zu bröckeln. Für den Zuschauer vor allem deshalb erschreckend, weil aufgezeigt wird, wie schnell durch eine scheinbar harmlose ‚Leiche im Keller‘, das ganze Leben zerrüttet werden kann. Bedroht fühlt sich letztendlich also jeder, sowohl die Charaktere des Filmes, als auch das Publikum. Gelungen ist dieser ‚Streich‘ in erster Linie deshalb, weil mit Michael Haneke in führender Position, ein echter Könner am Werk war. Die Dialoge hätten glaubhafter nicht gestaltet werden können, kommen beim Zuschauer doch nicht die geringsten Zweifel an der Authentizität dieses Filmes auf. Auch die Kameraeinstellungen sowie Schnitte kommen von einem Meister und Darsteller wurden optimal ausgewählt. Letztendlich wird „Caché“ sein Publikum jedoch in zwei Lagerspalten. Die eine Seite wird fasziniert sein von dieser Raffinesse und nach dem Film noch so einige Zeit über das eben gesehene nachdenken. Die andere Seite jedoch, wird das Ende des Streifens kaum erwarten können, ist sie doch genervt von der Trägheit, mit der Caché“ vorangetrieben wird.
