Tatort - Der Tote im Nachtzug (TV)

Filmplakat Tatort  - Der Tote im Nachtzug (TV)
Regie Lars Kraume  Drehbuch Lars Kraume 
Genre Krimi  Filmlänge 88 min
Land Deutschland, 2011  Verleih HR

Story

Als der Nachtzug aus Warschau in Frankfurt einrollt, hat er einen Toten an Bord. Kurz vor der Ankunft wurde der Fahrgast Rüdiger Lange erschossen. Obwohl der Bahnhof gleich abgeriegelt wird, kann der vermeintliche Täter in einer spektakulären Aktion fliehen. Conny May wird direkt von ihrer Joggingrunde an den Tatort beordert, während Kollege Frank Steier, nach seiner Stichverletzung eben erst aus der Reha entlassen, ebenfalls an den Bahnhof kommt. Beide machen sich auf, der Ehefrau von Lange die traurige Nachricht zu überbringen. Von ihr erfahren sie, dass Rüdiger Lange bis vor drei Jahren als Sanitäter bei der Bundeswehr gedient hatte und in Afghanistan eingesetzt war. Wegen angeblichem Medikamentenmissbrauchs war er unehrenhaft entlassen worden. Die Ermittlungen führen May und Steier zu dem flüchtigen Stanislav Kilic, mit dem Lange vermutlich krumme Geschäfte gemacht hat. Wollte er sich an Rüdiger Lange für ein geplatztes Geschäft rächen? Als sich die Feldjäger in die Ermittlungen einschalten, bekommt der Fall eine neue Dimension.

Schauspieler

Tatort  - Der Tote im Nachtzug (TV) Joachim Król, Nina Kunzendorf, Inka Friedrich, Benno Fürmann, Rüdiger Kling, Gerd Wameling, Arnd Klawitter, Gerrit Jansen, Jevgenij Sitochin

Filmkritik von Melanie Frommholz

Melli vergibt 4 von 5 Ms Tatort  - Der Tote im Nachtzug (TV) Im Mai 2011 ging mit Conny Mey und Frank Steier alias Nina Kunzendorf und Joachim Król ein neues „Tatort“-Team an den Start und eroberte gleich auf Anhieb das deutsche Krimipublikum mit 8,73 Millionen Zuschauern. In „Der Tote im Nachtzug“ löst das ungleiche Gespann nun seinen zweiten Fall.
„Sie haben einfache eine zu begrenzte Fantasie für diesen Beruf.“ Frank Steier packt seine junge Kollegin May nicht mit Samthandschuhen an. Aber auch sie nimmt kein Blatt vor den Mund. Regisseur und Drehbuchautor Lars Kraume hat den beiden erneut herrlich knackige und lebendige Dialoge geschrieben, die das Salz in der Suppe dieser neuen „Tatorte“ aus Frankfurt sind. Kraume hat die persönliche Annäherung der beiden Kommissare griffig und gut eingefangen und zeigt dabei wieder neue Facetten der beiden unterschiedlichen Charaktere. Auch nach „Der Tote im Nachtzug“ bleibt eines klar: Wir wollen unbedingt mehr von Frank Steier und Conny May sehen, die wieder lebendig und echt von Nina Kunzendorf und Joachim Król verkörpert werden. Die Selbstverständlichkeit, mit der die beiden bereits zusammen agieren, ist einfach klasse.

Der Fall, den Lars Kraume den beiden diesmal zu lösen gibt, ist ein wahrer. Steier und May müssen zwischen Drogenmafia und der Polizei der Bundeswehr – den Feldjägern - nach der Wahrheit suchen. Für die Episodenrollen konnten bekannte Gesichter gewonnen werden. Während Benno Führmann allerdings wenig mehr sein darf als ein knackiges „Betthupferl“, glänzt Inka Friedrich in der emotionalen Rolle der Ehefrau des Opfers. „Der Tote im Zug“ ist nicht so elektrisierend und ein Stück weit gewöhnlicher als die Jagd des Psychopathen aus „Eine bessere Welt“, aber immer noch spannende Krimiunterhaltung, die Lars Kraume erneut stimmig inszeniert.

Wissenswertes

Tatort  - Der Tote im Nachtzug (TV) Das Drehbuch basiert auf einem authentischen Fall aus dem Buch "Auf der Spur des Bösen" des Kriminalkommissars und "Tatort"-Analytikers Axel Petermann.

Alle Fälle von Steier und Mey:
• 2011: Eine bessere Welt
• 2011: Der Tote im Nachtzug
• 2012: Es ist böse



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