Oliver Twist

Filmplakat Oliver Twist
Regie Roman Polanski  Drehbuch Ronald Harwood  Produzenten Robert Benmussa, Alain Sarde, Roman Polanski 
Genre Drama  FSK 12  Filmlänge 130 min
Land Großbritannien, Tschechien  Kinostart 22.12.2005  DVD-Start 18.09.2006  Blu-ray-Start 17.09.2010  Verleih Tobis

Story

Oliver ist ein Waisenjunge im viktorianischen England, was wahrlich ein bitteres Los ist. Er lebt mit anderen Leidensgenossen im Armenhaus und fristet ein klägliches Dasein. Als er es wagt, sich gegen das mehr als ärmliche Essen aufzulehnen, wird er zu einem Leichenbestatter in die Lehre geschickt. Doch auch hier wird Oliver wieder das Leben schwer gemacht und er hat keine ruhige Minute, weshalb er seine Flucht nach London plant. Dort angekommen gerät der Junge prompt in die Fänge einer Taschendiebesbande unter der Führung des alten und überaus gerissenen Fagin. Als Oliver schließlich erkennt, wo er da gelandet ist, will er nur noch weg und trifft zum ersten Mal in seinem Leben auf Menschen, die es gut mit ihm meinen und die ihm vertrauen. Doch Fagin und sein finsterer Spießgeselle setzen alles daran, Oliver zurückzuholen.

Schauspieler

Oliver Twist Barney Clark, Ben Kingsley, Jamie Foreman, Harry Eden, Leanne Rowe, Lewis Chase, Edward Hardwicke, Jeremy Swift, Mark Strong, Jake Curran, Ophelia Lovibond, Frances Cuka, Chris Overton, Michael Heath

Filmkritik von Stefanie Rufle

Steffi vergibt 2 von 5 Ms Oliver Twist Dies ist eine Adaption von Charles Dickens wundervollem Roman, die eher gewöhnungsbedürftig ist. Roman Polanski konnte sich augenscheinlich nicht so ganz auf ein Genre festlegen. Der Film schwankt zwischen Jugendfilm und Gesellschaftsdrama hin und her und wird keinem der beiden auch nur annähernd gerecht. Die düstere Verzweiflung des Buches, die Verlorenheit und Verzweiflung des Protagonisten, sind hier kaum spürbar, was dieser Adaption viel von der Authentizität der Romanvorlage raubt. Auch die Schilderungen aus dem Armeleute- und Verbrechermilieu des viktorianischen Zeitalters gelingen Polanski nur unzureichend. Selbst der großartige Ben Kingsley kommt hier nur sehr blass daher, es gelingt ihm nicht einmal annähernd, die schurkenhafte und Furcht erregende Aura des Fagin zu vermitteln. Wer das Buch von Charles Dickens liebt, wird mit ziemlicher Wahrscheinlichkeit von diesem Film eher enttäuscht sein. Schade, von Roman Polanski hätte man eigentlich mehr erwartet...

Wissenswertes

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