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Die Grauzone
The Grey Zone
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Regie
Tim Blake Nelson
Drehbuch
Tim Blake Nelson
Produzenten
Pamela Koffler, Christine Vachon, Tim Blake Nelson, Avi Lerner, Danny Lerner
Genre Drama FSK 16 Filmlänge 108 min Land USA Kinostart 27.01.2005 DVD-Start 08.08.2005 Verleih Legend Films |
Story
Das Konzentrationslager Auschwitz-Birkenau im Jahr 1944. Die Vernichtungsmaschinerie läuft auf Hochtouren und um die Massen von ungarischen Juden zu töten und zu beseitigen benötigt die SS Hilfe von speziellen Sonderkommandos. Das sind ebenfalls Juden, die für die Ermordung ihrer Leidensgenossen gewisse Sonderrechte und vor allem ein paar Monate verlängertes Leben erhalten. Irgendwann werden aber auch sie in die Gaskammern geschickt und von einem neuen Sonderkommando ersetzt. Einer von ihnen ist der ungarische jüdische Arzt Dr. Miklos Nyiszli, der von Josef Mengele ausgewählt wurde und diesen bei seinen grausigen Experimenten assistieren muss. Auch er erhält für sich und seine Familie eine Sonderbehandlung für seine Arbeit.
Einige der Häftlinge planen den einzigen Aufstand, der je in Auschwitz stattgefunden hat. Dabei gelingt es ihnen, zwei Gaskammern komplett in die Luft zu sprengen - die sollten nie wieder aufgebaut werden. Einer von ihnen findet ein 14jähriges Mädchen, das wie durch ein Wunder das Gas überlebt hat. Es wird nun für einige Männer zur Obsession, dieses Mädchen zu retten und aus dem Lager zu schmuggeln.
Schauspieler
David Arquette, Velizar Binev, David Chandler, Michael Stuhlbarg, George Zlatarev, Dimitar Ivanov, Daniel Benzali, Allan Corduner, Steve Buscemi, Harvey Keitel, Henry Stram, Kamelia Grigorova, Lisa Benavides, Shirly Brener, Mira Sovino, Natasha Lyonne
Filmkritik von Stefanie Rufle
Dieser Film beruht zum Teil auf wahren Ereignissen. Regisseur Tim Blake Nelson verbindet Tatsachen mit fiktiven Personen, deren Erlebnisse auf Aufzeichnungen von Zeitzeugen beruhen. Bei allem was ich schon an Schrecklichem, Grausamen und fast Unerträglichem über das Dritte Reich und die Judenvernichtung gesehen habe, habe ich aber doch nie das tiefe Entsetzen empfunden, das mich bei diesem Film überfallen hat. So schonungslos und eindringlich werden hier Dinge gezeigt, dass es kaum auszuhalten ist. Dabei ist das Schlimmste, dass alles so beiläufig geschieht, so, als sei das Schreckliche ganz normal. Man sieht beispielsweise, wie zwei SS-Männer ganz in ihr Gespräch vertieft, quasi ganz nebenbei das Zyklon B in ein Erdloch schütten. Der Zuschauer weiß ganz genau, was jetzt passiert und dieses Wissen, ohne dass irgendetwas gezeigt wird, ist wirklich schlimm. Man sieht die Berge von toten Leibern, die von Männern in die Verbrennungsöfen gekarrt werden - und es trifft einen wie eine Faust in den Magen.
Mit durchweg guten Darstellern setzt Regisseur Nelson sein gleichnamiges Bühnenstück um, das die Hoffnungslosigkeit dieser dunklen Zeit fühlbar macht und gleichzeitig zeigt, dass es auch in der schwärzesten Nacht Gemeinschaft, Mitgefühl und Mut gab. Keine leichte Kost, aber doch ein sehr sehenswertes und nachdenklich stimmendes Drama.
