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Flags of Our Fathers
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Regie
Clint Eastwood
Drehbuch
Paul Haggis, William Broyles jr.
Produzenten
Steven Spielberg, Clint Eastwood, Robert Lorenz
Genre Kriegs-Drama FSK 12 Filmlänge 131 min Land USA Kinostart 18.01.2007 DVD-Start 22.06.2007 Verleih Warner Bros. Pictures Germany |
Story
Sechs Männer hissen gemeinsam die amerikanische Flagge auf dem Berg der japanischen Vulkaninsel Iwo Jima. Ein Bild, welches um die Welt ging, ein Bild von enormer Symbolkraft und Bedeutung. Verantwortlich für eine Legendenbildung, wie sie wohl nur im Krieg möglich ist. Doch was steht hinter dem Photo? Wer waren diese Männer und was war ihre Geschichte. "Flags of Our Fathers" macht sich auf die Suche nach der Realität hinter der Legende.
Schauspieler
Ryan Phillippe, Jesse Bradford, Adam Beach, Ralph Ignatowski, Jamie Bell, Paul Walker, Neal McDonough, Joseph Cross, John Benjamin Hickey, John Slattery, Barry Pepper, Robert Patrick, Melanie Lynskey, Thomas McCarthy
Filmkritik von Melanie Frommholz
Brauchen wir das? Haben wir nicht schon genug Antikriegsfilme zum Thema Zweiter Weltkrieg gesehen? Einmal abgesehen davon, dass sich wenige dieser Streifen mit diesem Kriegsschauplatz auseinandersetzen, scheint es immer noch genug Politiker zu geben, für die Krieg eine annehmbare Option ist. Und solange es diese gibt, sollten auch die mahnenden Stimmen nicht verklingen, die uns daran erinnern, was Krieg bedeutet. Eben nicht Heldentum und große Taten, sondern Leichenberge und sinnloses Sterben. Clint Eastwood beleuchtet auf eindrucksvolle und nachhaltige Art und Weise, wie die Kriegspropaganda funktioniert. Das sie kein Interesse an Einzelschicksalen hat, oder gar am Menschen an sich. Ihr Ziel ist die Legendenbildung, die Schaffung von Helden. Nur so kommt wieder Geld für neue Waffen in die Staatskasse, werden die Truppen bei Laune gehalten. Die Wahrheit interessiert keinen. Der vermeintliche Held hat bei der Vermarktung dabei eine äußerst geringe Halbwertszeit, sobald sich das Medieninteresse einer anderen Schlagzeile zuwendet, ist es vorbei mit der Anteilnahme und der Fürsorge. Geschickt hat Eastwood diesen Aspekt der Geschichte mit der Schilderung der eigentlichen Kriegsgeschehnisse verknüpft. Mit viel Liebe zum Detail hat er die historischen Ereignisse wieder zum Leben erweckt und Fiktion und Fakten glaubhaft verschmolzen. Harte Gewaltszenen haben dabei genauso ihren Platz, wie Sequenzen, die das Trauma der Soldaten verdeutlichen. Publikumsheischenden Patriotismus sucht man hier ebenso vergebens, wie den moralischen Zeigefinger. Clint Eastwood hat mit „Flags of Our Fathers“ eine zeitlose Mahnung geschaffen, die mit dem Schwesterfilm „Letters from Iwo Jima“ ihre Ergänzung findet. Das Gegenstück zu „Flags of Our Fathers“ wird die Geschehnisse aus der japanischen Sicht schildern. Ein bis dato einmaliges Unterfangen eines Filmemachers.
Die Schlacht bei Iwo Jima gehört zu einer der blutigsten im Pazifik-Krieg. Kurz vor Ende des 2. Weltkrieges starben hier nahezu 7.000 US-Soldaten und 20.000 Japaner. Die Amerikaner waren mit fast 100.000 Mann angerückt, um die strategisch wichtige Vulkaninsel einzunehmen. Da der Moralkodex eine Gefangennahme untersagt, gingen viele der japanischen Kämpfer in den Freitod.
Wissenswertes
Flags of Our Fathers
Letters from Iwo Jima