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Eden
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Regie
Michael Hofmann
Drehbuch
Michael Hofmann
Produzenten
Michael Jungfleisch, Robby Geisler
Genre Drama FSK 12 Filmlänge 104 min Land Deutschland, Schweiz Kinostart 23.11.2006 Verleih Pandora |
Story
Eden ist verheiratet, doch leider verläuft diese Ehe alles andere als glücklich. Ihre Schwiegereltern waren von Anfang an gegen die Hochzeit und es wird noch schlimmer, als Eden ein behindertes Kind zur Welt bring, das weder ihr Ehemann, noch die Schwiegereltern jemals haben wollten. Eden fühlt sich einsam und verloren, kämpft jedoch weiter, um ihrer Tochter ein glückliches Leben zu ermöglichen. Als sie eines Tages dem Meisterkoch Gregor begegnet, ändert sich jedoch alles schlagartig. Gregor verzaubert Eden und ihre Tochter mit seinen himmlischen Speisen und so wird es zur Gewohnheit, dass Eden ein Mal die Woche bei Gregor isst. Bald entsteht eine enge Freundschaft zwischen den beiden, die jedoch ein schnelles Ende findet, als Edens Ehemann von den nächtlichen Ausflügen seiner Frau erfährt.
Schauspieler
Josef Ostendorf, Charlotte Roche, Devid Striesow, Max Rüdlinger, Leonie Stebb, Manfred Zapatka
Filmkritik von Kathrin Lang
„Eden“ – nicht gerade alltägliches Kino. Die Geschichte, die uns Regisseur und Drehbuchautor Michael Hofmann da auf die Leinwand gezaubert hat, erscheint gerade zu Beginn doch wirklich sehr fragwürdig. Da sitzt also ein Mann mit seinem geschlachteten Huhn in der Küche und unterhält sich völlig sorglos und beinahe leidenschaftlich mit eben diesem toten Tier. Diese Szene muss der Zuschauer dann doch erst mal verarbeiten, bis er sich gänzlich auf den Rest des Filmes einlassen kann. Was man anfänglich jedoch kaum für möglich gehalten hätte, bewahrheitet sich mit der Zeit immer mehr: „Eden“ wird zu einem spannenden und auch sehr interessanten Porträt über zwei Menschen, die einsam sind und letztendlich nicht mehr als „nur“ einen guten Freund suchen, der ihnen zuhört, sie versteht und das Leben damit vielleicht ein Stück lebenswerter macht. Es ist jedoch ein sehr schmaler Grad auf dem sie sich damit bewegen, so dass das Publikum schnell merkt, welch enorme Spannung zwischen den beiden herrscht. An diesem Punkt kommen auch die Hauptdarsteller Josef Ostendorf und Charlotte Roche ins Spiel, die vor allem auf der nonverbalen Eben völlig zu überzeugen wissen. Allein durch Mimik und Gestik entsteht ein wahres Feuerwerk an Gefühlen, das nicht nur die Leinwand, sondern schnell auch den ganzen Kinosaal einnimmt. Leider hapert es ein wenig an Charlotte Roches Überzeugungskraft, wenn es um die glaubwürdige Umsetzung von Dialogen geht. Sie schafft es einfach nicht gänzlich "die Moderatorin abzulegen", was man ihrer Art sich zu artikulieren deutlich anmerkt.

