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Fremd Fischen
Something Borrowed
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Regie
Luke Greenfield
Drehbuch
Jennie Snyder
Produzenten
Broderick Johnson, Andrew A. Kosove, Aaron Lubin, Pamela Schein Murphy, Molly Smith, Hilary Swank
Genre Komödie FSK 12 Filmlänge 110 min Land USA Kinostart 16.06.2011 DVD-Start 10.11.2011 Blu-ray-Start 10.11.2011 Verleih Tobis Film |
Story
Rachel und Darcy sind schon ihr ganzes Leben lang beste Freundinnen. Die beiden könnten unterschiedlicher jedoch nicht sein. Während Rachel in den vergangenen Jahren Jura studiert und artig gelernt hat, um aus ihrem Leben etwas Anständiges zu machen, hat sich Darcy auf Partys herumgetrieben und nach Mr. Right gesucht. Diesen hat die blonde Partyqueen letztlich in Rachels Kommilitonen Dex gefunden. Eigentlich hatte Rachel ein Auge auf den angehenden Anwalt geworfen, hat dann jedoch ihrer besten Freundin das Feld überlassen und das frischgebackene Liebesglück in den kommenden Jahren kommentarlos hingenommen.
An Rachels 30. Geburtstag, und einige Wochen vor der Hochzeit von Darcy und Dex, gesteht sie Dex in einem Moment der Schwäche jedoch, dass sie zu Studienzeiten bis über beide Ohren in ihn verliebt war. Dex muss ähnliche Gefühle für Rachel gehabt haben, denn es kommt, wie es kommen musste: Die beiden landen im Bett. Wie konnte das nur passieren? In fremden Gewässern angeln – und dann auch noch in denen ihrer besten Freundin? Das passt so ganz und gar nicht zu der treuen und großherzigen Rachel, oder etwa doch?
Schauspieler
Kate Hudson, Ginnifer Goodwin, Colin Egglesfield, John Krasinski, Steve Howey, Ashley Williams, Peyton List, Jill Eikenberry, Geoff Pierson, Mark La Mura
Filmkritik von Kathrin Lang
Mit „Fremd fischen“ wird die Leinwand mal wieder von einer romantischen Komödie heimgesucht. Bei keinem anderen Genre ist das weibliche Publikum leichter und schneller zufriedenzustellen, als bei diesem. Schön romantisch muss es sein, ein bisschen witzig, gerne aber auch spannend, ein wenig tragisch oder ein Hauch kitschig. Kurzum: eine romantische Komödie ist, mit den richtigen Zutaten, schnell gebacken. Leider jedoch gehört „Fremd fischen“ nicht in die Kategorie Film, die unbeschwert die Kinosäle stürmen und die Herzen in Windeseile für sich erobern kann.
Luke Greenfields Adaption des gleichnamigen Romans von Emily Giffin setzt auf altbekannte Genremuster, fügt die einzelnen Elemente jedoch nicht sonderlich gekonnt zu einem Film zusammen. Das altbekannte Spiel um die Eroberung des Herzbuben wird von „Fremd fischen“ viel zu lange gespielt. Geschlagene 110 Filmminuten winden sich die zwei Gegenspielerinnen, getarnt im beste Freundinnen-Kostüm, um eine konstruierte Story-Ecke nach der anderen. Das ganze Gefüge verliert dabei zunehmend an Glaubwürdigkeit und fordert einen immer längeren Atem vom Publikum ein. „Sie bekommt ihn, sie bekommt ihn nicht...“ – das Blümchen, an dem hier gezupft wird, hat mehr Blütenblätter, als es auf seinem zarten Stängel tragen kann. Auch die spannende, wenngleich nicht unbedingt neue Idee, zwei beste Freundinnen insgeheim zu Kontrahentinnen beim Rennen um den Traummann mutieren zu lassen, rettet die Romantikkomödie nicht über ihre Langatmigkeit und den Mangel an Witz hinweg. „Fremd fischen“ muss sich letztlich damit zufrieden geben, ein Film zu sein, der zwar nett unterhält, der im hart umkämpften Genre aber nicht mithalten kann.
Schade, denn mit Kate Hudson und Ginnifer Goodwin kann „Fremd fischen“ nicht nur auf zwei namhafte, sondern auch auf zwei talentierte Hauptdarstellerinnen blicken. Während Kate Hudson ihre Rolle der zickigen Liv aus „Bride Wars“ weiter ausbaut, gibt Ginnifer Goodwin das pausbäckige Mädchen, das sich nach nichts weiter als nach Liebe und Zuneigung sehnt, gekonnt liebevoll. Leider bietet das eintönige Drehbuch jedoch keine gute Plattform für das Spiel der beiden. Während man von Hudson gerne auch mal eine andere Facette gesehen hätte, kann man die permanent verträumt/traurig an einem Strohhalm nuckelnde Goodwin schnell nur noch bedingt ertragen. Während alles an „Fremd fischen“ zu einem langatmigen und einfallslosen Einheitsbrei zu verschwimmen droht, erscheint Ethan (John Krasinski) als einziger einfallsreicher Lichtblick im Figurengefüge. Die wenigen witzigen Szenen gehen auf sein Konto – das angesichts der kurzen Screentime Krasinskis letztlich jedoch nur halb so gut gefüllt ist, als es hätte sein können. Ein bisschen mehr „Ethan“ hätte „Fremd fischen“ sicherlich gut gestanden und für mehr Abwechslung im ansonsten recht eintönigen, wenn zwischendurch auch immer wieder nett unterhaltenden Erzählfluss gesorgt.
Das Drehbuch basiert auf dem gleichnamigen Roman von Emily Giffin.

