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Lawrence von Arabien
Lawrence of Arabia
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Regie
David Lean
Drehbuch
Robert Bolt, Michael Wilson
Produzent
Sam Spiegel
Genre Abenteuer Epos FSK 12 Filmlänge 217 min Land Großbritannien Kinostart 15.03.1963 DVD-Start 05.04.2001 Verleih Columbia TriStar |
Story
1916. Der erste Weltkrieg ist in vollem Gang, als der junge englische Offizier Thomas Edward Lawrence aufgrund seiner Kenntnisse über die arabischen Beduinenstämme beauftragt wird, sich ein Bild der „allgemeinen Lage“ zu machen. Die Briten wollen die arabischen Bestrebungen fördern, sich der türkischen Bestatzung zu widersetzen. Doch die Beduinenstämme sind uneins. Mit Erlaubnis von Prinz Feisal führt Lawrence unter unglaublichen Entbehrungen 50 Araber gen Akba quer durch die Wüste, um die strategisch wichtige Stadt von den Türken zu befreien. Das Unglaubliche gelingt und begründet Lawrence Heldenstatus im Nahen Osten. Doch sein Traum von einem geeinten Arabien ist damit noch lange nicht erreicht. In fernen Büros haben die westlichen Politiker längst ihre eigenen Pläne.
Schauspieler
Peter O'Toole, Alec Guinness, Anthony Quinn, Jack Hawkins, Omar Sharif, José Ferrer, Anthony Quayle, Claude Rains, Arthur Kennedy, Donald Wolfit, I.S. Johar, Gamil Ratib, Michel Ray, John Dimech, Zia Mohyeddin
Filmkritik von Melanie Frommholz
Die interessantesten Abenteuergeschichten schreibt das Leben selbst. So auch im Fall des Epos „Lawrence von Arabien“, mit dem Regisseur David Lean die außergewöhnliche Geschichte des englischen Leutnant T.E. Lawrence auf die Leinwand bannte. Lawrence, ein Auserwählter, der unter der Last des Schicksals zusammenzurechen drohte, der versuchte die arabischen Beduinenstämme zu einen und dessen Idealismus von der Politik immer wieder herbe Dämpfer erhielt. Eine schillernde, homosexuelle Persönlichkeit, die mal aufopferungsvoll für die Rechte der Araber eintritt, mal sich selbstverliebt als Erlöser feiern lässt. Großartig in der Rolle des zerrissenen Helden: Peter O’Toole. Sein Minenspiel sagt mehr, als tausend Worte. An seiner Seite Omar Sharif und Anthony Quinn, ebenfalls mit beeindruckender Darstellerleistung. Es ist jedoch nicht nur dem namhaften Schauspielerensemble zu verdanken, dass „Lawrence von Arabien“ ein unvergessliches Stück Kinogeschichte wurde. In unvergleichlich imposanten Bildern wurde die Faszination Wüste auf Zelluloid gebannt. Man kann die flirrende Hitze förmlich spüren. 1962 war es auch noch ein weiter Weg bis zu computerunterstützten Massenszenen, dennoch gelang es Lean und seinem Team, die Angriffe der berittenen Beduinen eindrucksvoll in Szene zu setzen. Belohnt wurde das Filmteam mit insgesamt 7 gewonnenen OSCARS, darunter die Königskategorien Bester Film und Beste Regie.
T.E. Lawrence verstarb 1935, nachdem er nach einem Motorradunfall am 13.05. für sechs Tage ins Koma gefallen war. Bereits zu Lebzeiten hatte der Kult um seine Person und die geheimnisvollen Missionen im Nahen Osten begonnen.
Auszeichnungen
Golden Globe-Nominierungen
Bester Newcomer (Peter O'Toole)
Gewonnene Golden Globes
Bester Film - Drama, Beste Regie, Bester Newcomer (Omar Sharif), Bester Nebendarsteller (Omar Sharif), Beste Kamera - Farbe
OSCAR-Nominierungen
Bester Hauptdarsteller (Peter O'Toole), Bester Nebendarsteller (Omar Sharif), Bestes Drehbuch (Adaption)
Gewonnene OSCARs
Bester Film, Beste Regie, Beste Kamera - Farbe, Bester Ton, Beste Musik, Bester Schnitt, Beste Ausstattung - Farbe
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