Stand By Me - The Gospel Music Of Elvis Presley

Filmplakat Stand By Me - The Gospel Music Of Elvis Presley
Regie Michael Merriman  Drehbuch Michael Nolan  Produzent Joe Moscheo 
Genre Dokumentation  FSK Filmlänge 180 min
Land USA  Verleih Edel

Story

Mehr als dreißig der Gospel-Aufnahmen von Elvis Presley sind in diesen zwei DVDs - Volume I & II - enthalten. Neben bisher unveröffentlichtem Material kommen auch Zeitzeugen und Freunde von Elvis zu Wort, die einen sehr persönlichen und überraschenden Blick hinter die Kulissen geben. Sie alle sprechen von Elvis Begeisterung für die Gospel-Musik, von seiner tiefen Religiosität und Spiritualität, seiner abgöttischen Liebe zu Mutter Gladys und seiner Großzügigkeit gegenüber Freunden, Bekannten und Mitmusikern. Gospel-Legende J. D. Sumner , der mehr als dreißig Jahre eng mit dem King of Rock´n Roll befreundet gewesen war, erzählt von seiner Zeit mit Elvis, vom Einfluss, den die beiden Ghospel-Bands "The Statesmen" und "The Blackwood Brothers" auf seine Musik gehabt hatten.

Immer wieder werden auch Schwarzweißaufnahmen aus der frühen Zeit des King gezeigt, wird aus seiner Kindheit und Jugendzeit geplaudert und deutlich gemacht, wie stark der Einfluss der Spirituals schon in frühester Kindheit war. Am Ende sprechen Elvis alte Freunde und Bekannte bewegt von seinen letzten Tagen, seinem Tod und der Beisetzung auf seinem Anwesen "Graceland", wohin bis heute noch tausende von Fans pilgern.

Schauspieler

Elvis Presley, Sander Vanocur

Filmkritik von Stefanie Rufle

Steffi vergibt 4 von 5 Ms "Elvis Presley wirklich zu kennen, heißt, sich mit seinen Wurzeln in der Gospel-Musik zu befassen.", so lautet die Einleitung auf dem DVD-Cover. Dem kann ich bedingt zustimmen. Davon, Elvis zu "kennen", kann natürlich gar keine Rede sein, das bleibt Freunden, Familie, seinen Mitmenschen vorbehalten. Doch bekommt man durch diese Aufnahmen ein genaueres Bild vom Menschen Elvis, von dem, was ihn bewegt hat, was ihm wichtig war. Die Gospels waren ein ganz wichtiger Bestandteil seiner Musik, waren ihm wichtiger als der populäre Rock´n Roll, der ihn berühmt gemacht hatte. Wenn man ihn einen Gospel wie "This Time You Gave Me A Mountain" oder "He Touched Me" singen hört - und vor allem ihn dabei sieht - erkennt man, dass er in dieser Musik wirklich aufging, dass hier seine Gefühle und Sehnsüchte lagen. Gerade für Fans wird "Stand By Me" deshalb viele neue Erkenntnisse und Eindrücke über ihr Idol bieten.

Sehr interessant sind die Zeitzeugenberichte, die den King von einer Seite beleuchten, die bisher eher fremd war. Wenn auch etwas pathetisch, wird hier doch eine etwas andere, sehr sympathische Sichtweise von Elvis Presley gezeigt. Wenn er in typisch amerikanischer Weise fast schon als Heiliger dargestellt wird, ja gar von Wunderheilungen durch Auflegen seiner Hand erzählt wird, muss man dann doch mal heftig schlucken. Hier wird ein Star, der doch auch nur ein Mensch war, regelrecht glorifiziert, und das wirkt wenig glaubwürdig. Doch wer ausschließlich an der Gospel-Musik von Elvis interessiert ist, kommt hier durchaus auf seine Kosten, ja wird sogar noch die eine oder andere Überraschung erleben. Allein schon Elvis Interpretation von "I´ll Remember You" ist traumhaft schön und machte mir neben den vielen anderen Songs eines wieder ganz deutlich: Dieser Mann war mit einer göttlichen Stimme gesegnet, die es kein zweites Mal mehr geben wird.



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