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Heaven
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Regie
Tom Tykwer
Drehbuch
Krzysztof Kieslowski, Krzysztof Piesiewicz
Produzenten
Maria Köpf, Stefan Arndt, Frédérique Dumas-Zajdela, William Horberg, Anthony Minghella
Genre Drama FSK 12 Filmlänge 95 min Land USA, Deutschland, Frankreich, Italien, Großbritannien Kinostart 21.02.2002 DVD-Start 29.08.2002 Verleih X-Verleih |
Story
Rache, nichts als Rache herrscht im Kopf der Lehrerin Philippa, die als gebbürtige Engländerin in Italien lebt. Vor Jahren hat sie ihren Mann an die Drogen verloren, bis der sich schließlich irgendwann eine Überdosis einverleibte und starb. Philippa kennt den Schuldigen, weiß wer dafür verantwortlich ist. Doch egal, auf welchem Weg sie die Behörden auf seine Spur bringen wollte, es war vergebens. Die Carabinieri blieben untätig. Nun nahm Philippa das Gesetz kurzerhand selbst in die Hand und schmuggelte eine selbstgebaute Bombe in das Büro des Drogenhändlers. Dummerweise ging der Plan schief und statt des Drogenbarons wurden vier unschuldige Menschen, darunter zwei Kinder, getötet. Philippa wird verhaftet und erfährt erst in U-Haft von dem Unglück. Beim Verhör trifft sie auf den jungen Carabinieri Filippo, der für sie übersetzen soll, da Philippa sich weigert auf Italienisch auszusagen. Es dauert nur Momente und Filippo verliebt sich in die blonde Schönheit. In den kommenden Tagen schmiedet er Ausbruchspläne für Philippa - und er will sie begleiten...
Schauspieler
Cate Blanchett, Giovanni Ribisi, Remo Girone, Stefanie Rocca, Mattia Sbragia, Alberto Di Stasio, Stefano Santospago, Alessandro Sperduti
Filmkritik von Thomas Ays
Regisseur Tom Tykwer wird seit Jahren nachgesagt, er sei ein visionärer, deutscher Filmemacher mit dem Talent, seine Filme außerordentlich zu inszenieren. Dies tat der in Wuppertal geborene Tykwer auch bei „Heaven“, der mit Cate Blanchett und Giovanni Ribisi nicht nur prominent, sondern auch höchst überzeugend besetzt wurde. Die Mischung aus fantastischen Schauspielleistungen und der bildgewaltigen, aber dennoch leisen und optisch mehr als ansprechenden Inszenierung macht die Wirkung dieses Dramas aus. Nur die Handlung reißt die Bewertung rapide nach unten. Es ist nicht ganz nachvollziehbar, wie die Figuren in dem von Krzysztof Kieslowski und Krzysztof Piesiewicz geschriebenen Drehbuch agieren und reagieren. Unterstellt man der Geschichte eine lyrische und poetische Ebene, mag man sich vielleicht von den vielen eher unlogischen Handlungen blenden lassen, unterm Strich ist man jedoch am Ende eher verwirrt, als überzeugt. Kieslowski und Piesiewicz, die mit „Heaven“ ihr erstes Script ihrer geschriebenen Trilogie "Heaven, Hell and Purgatory" abliefern, schaffen es nicht (oder ganz selten), ihre Charaktere mit glaubhaften Taten auszustatten, sodass man sich voll und ganz der Geschichte hingeben kann.
„Heaven“ ist darstellerisch und inszenatorisch einwandfrei. Wäre die erzählte Geschichte nun echter und nachvollziehbarer, wäre dieses Drama eine echte Punktlandung geworden.
Cate Blanchett erhielt beim Deutschen Filmpreis für ihre Leistungen eine Goldene Kamera. Regisseur Tom Tykwer durfte sich über eine Nominierung für den Goldenen Bär auf der Berlinale freuen.