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Letters from Iwo Jima
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Regie
Clint Eastwood
Drehbuch
Iris Yamashita
Produzenten
Clint Eastwood, Steven Spielberg, Robert Lorenz
Genre Kriegs-Drama FSK 16 Filmlänge 141 min Land USA Kinostart 22.02.2007 DVD-Start 22.06.2007 Blu-ray-Start 22.06.2007 Verleih Warner Bros. Pictures Germany |
Story
Der zweite Weltkrieg kurz vor dem Ende. Die japanischen Verteidiger der Vulkaninsel Iwo Jima erwarten den Angriff der Amerikaner. General Kuribayashi hat gerade erst das Kommando übernommen und findet zu seinem Entsetzen auf dem strategisch wertvollen Eiland nicht nur schlechte Vorräte sondern auch eine moralisch stark angeschlagene Truppe vor. Während er mit den wenigen, ihm zur Verfügung stehenden, Mitteln die schier unmögliche Verteidigung zu organisieren versucht, kreuzt sich sein Weg immer wieder mit dem des einfachen Soldaten und ehemaligen Bäckers Saigo. Dieser dient seinem Land nur äußerst widerwillig und ist in Gedanken mehr bei seiner geliebten Frau und seiner neugeborenen Tochter, die er noch nie gesehen hat. So unterschiedlich ihr Rang, so klar scheint doch das gemeinsame Schicksal der beiden Männer. Sollten sie den Tod nicht durch die Amerikaner finden, dann durch die eigene Hand, denn der japanische Ehrenkodex verbietet eine Gefangennahme. Dank dem klugen Schachzug von Kuribayashi, die Verteidigung der Insel mittels eines eilig gegrabenen Höhlensystems zu organisieren, scheint ein Sieg dennoch für kurze Zeit möglich. Doch das Leben auf begrenztem Raum wird für die Soldaten zunehmend zur Belastung.
Schauspieler
Ken Watanabe, Kazunari Ninomiya, Shido Nakamura, Tsuyosi Ihara, Ryo Kase, Yuki Matsuzaki, Hiroshi Watanabe, Nobumasa Sakagami, Takashi Yamaguchi, Nae Yuuki
Filmkritik von Melanie Frommholz
Nun ist Clint Eastwoods Version des Kampfes um die japanische Insel Iwo Jima komplett. Die Idee diese spezielle Schlacht im Pazifik auch aus Sicht der japanischen Verteidiger zu drehen, entstand beim Dreh zu „Flags of Our Fathers“, der den Blickwinkel der Amerikaner beleuchtet. Ein bislang einmaliges Unterfangen, was Regisseur Clint Eastwood jedoch hervorragend gelungen ist. „Letters from Iwo Jima“ ist sowohl ein eigenständiger Film, als auch eine stimmige Ergänzung zu „Flags of Our Fathers“ geworden. Ein besonders kluger Schachzug, war der Verzicht auf eine Synchronisation. Erst die Tatsache, dass alle Schauspieler in ihrer Muttersprache agieren, verleiht der Handlung die besondere Intensität. Mit den beiden Hauptdarstellern Ken Watanabe als General Kuribayashi und Kazunari Ninomyra als Soldat Saigo hat die Geschichte zudem zwei ausdruckstarke menschliche Dreh- und Angelpunkte. Nicht nur an der Entwicklung dieser beiden Charaktere beleuchtet Eastwood die besondere Verwurzelung der Japaner in Tradition und Ehrgefühl. Ein krasser Gegensatz zu den technisch weit besser ausgerüsteten Amerikanern. Letztlich sind jedoch die Soldaten beider Seiten Kanonenfutter. Eine Aussage die beide Filme im Kern miteinander verbindet. „Letters from Iwo Jima“ ist weniger Gefechtsfilm als „Flags of Our Fathers“ und verzichtet in seiner Erzählweise weitestgehend auf zeitliche Sprünge. Dennoch wird die Tragik dieser von Beginn an zum scheitern verurteilten Mission mehr als deutlich. Krieg ist in jedem Fall und für jede Seite immer die schlechteste aller Optionen.
Wissenswertes
Flags of Our Fathers
Letters from Iwo Jima