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Große Erwartungen
Great Expectations
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Regie
Alfonso Cuarón
Drehbuch
Mitch Glazer
Produzent
Art Linson
Genre Drama FSK 12 Filmlänge 111 min Land USA Kinostart 05.03.1998 DVD-Start 21.02.2002 Verleih 20th Century Fox Germany |
Story
Die Waisen Finn und Estella lernen sich Ende der 70er Jahre kennen und bald ist klar: Unterschiedlicher könnten sie nicht sein. Er lebt bei seiner Schwester und ihrem Freund, einem armen Fischer, sie bei ihrer steinreichen und etwas exzentrischen alten Tante. Doch sie freunden sich dennoch an und bald verliebt sich Finn in die schöne Estella. Doch sie spielt nur mit seinen Gefühlen und ist von heute auf morgen einfach verschwunden.
Jahre später treffen sich die beiden in New York wieder und schnell kommen alte Gefühle wieder hoch – sowohl bei ihm, als auch bei ihr, wie es scheint. Doch, kann eine Liebe, die auf so unsicheren Beinen steht, Realität werden? Und, was noch wichtiger scheint: Hat sich Estella wirklich verändert?
Schauspieler
Ethan Hawke, Gwyneth Paltrow, Hank Azaria, Chris Cooper, Anne Bancroft, Robert De Niro, Josh Mostel, Kim Dickens
Filmkritik von Thomas Ays
Regisseur Alfonso Cuarón hat seine eigene Bildsprache und Erzählweise, für die ihn seine Fans lieben. Kritische Beobachter bemängeln oftmals langatmige Filme, die sich auch in „Große Erwartungen“ niederschlagen, weswegen auch dieses Drama nicht durchweg überzeugen kann. Man hat vielmehr das Gefühl, den Film anschieben zu müssen, um die Langeweile zu vertreiben. Die Geschichte hat gute Ideen und auch der Handlungsverlauf ist okay, die Inszenierung jedoch ist zu schwammig. „Große Erwartungen“ bietet jedoch reichlich Raum für Ethan Hawke und Gwyneth Paltrow zu zeigen, was sie können. Die beiden harmonieren auf ganzer Linie, was den Reiz des Films ausmacht. Weitere, tolle Rollen gingen an Anne Bancroft, Chris Cooper und Robert De Niro. Cuarón konnte also mit nicht nur namhaften, sondern auch mit höchst überzeugenden Schauspielern arbeiten.
„Große Erwartungen“ hätte ein richtig tolles Drama werden können. In der Vergangenheitserzählung kann dieser Film einen Tick mehr punkten, als in der Gegenwart. Dennoch fehlen dieser Geschichte der Schwung und eine kurzweilige Inszenierung.

