Dem Himmel so fern

Far from Heaven

Filmplakat Dem Himmel so fern
Regie Todd Haynes  Drehbuch Todd Haynes  Produzenten Christine Vachon, Jody Patton 
Genre Drama  FSK Filmlänge 107 min
Land USA  Kinostart 13.03.2003  Verleih Concorde Film

Story

Nach außen hin führen die Whitakers ein perfektes Leben aus dem Bilderbuch. Frank hat einen profitabel Job, Cathy sorgt daheim für die beiden Kinder und das Haus. Alles scheint in bester Ordnung, doch in diesem Herbst des Jahres 1957 beginnt die Fassade der Whitakers zu bröckeln. Cathy entdeckt die homosexuellen Neigungen ihres Mannes und drängt ihn in eine Therapie. Einen weiteren Schlag muss sie einstecken, als ihre liberale Einstellung gegenüber Farbigen in den ersten Kreisen der Hartforder Gesellschaft für Unmut sorgt. Dabei ist Gärtner Raymond der erste Mann sei Jahren, der sie wieder einmal richtig wahrnimmt.

Schauspieler

Dem Himmel so fern Julianne Moore, Dennis Quaid, Dennis Haysbert, Patricia Clarkson, Viola Davis, James Rebhorn, Bette Henritze, Michael Gaston, Ryan Ward, Lindsay Andretta, Jordan Puryear, Kyle Smith, Celia Weston, Barbara Garrick, Olivia Birkelund

Filmkritik von Melanie Frommholz

Melli vergibt 4 von 5 Ms Dem Himmel so fern „Dem Himmels so fern“ ist ein Drama, das von zwei Dingen profitiert: Zum einen von einer unglaublichen Julianne Moore und zum anderen von den vielen kleinen Dingen, die nicht gesagt und dennoch deutlich werden. In einer Zeit, in der Homosexualität noch eine Krankheit war und eine weiße Frau unter keinen Umständen einen schwarzen Mann auch nur ein Mal zuviel anlächeln durfte, bricht das Ehepaar Whitaker gleich zwei der großen Tabus der 50ger Jahre. Regisseur und Drehbuchautor Todd Haynes ist es gelungen diese Welt mit ihren sauberen Vorgärten und den perfekt frisierten Vorzeigefrauen glaubhaft in Szene zu setzen. Gleichzeitig verdeutlicht er mit seiner Geschichte, wie oberflächlich dieser Schein doch war. Vereint werden diese zwei Seiten der Medaille in der Hauptfigur Cathy, die eindrucksvoll von Julianne Moore verkörpert wird. Nach außen die perfekte Ehefrau und Mutter, nach innen eine frustrierte und vernachlässigte Frau. Gut herausgearbeitet wurde das Thema der Rassendiskriminierung zu dieser Zeit. Jedoch hätte man die Problematik Homosexualität sicherlich noch deutlicher beleuchten können. „Dem Himmel so fern“ – in jedem Fall sehenswertes Kino.

Auszeichnungen

Dem Himmel so fern
Golden Globe-Nominierungen

Beste Schauspielerin - Drama (Julianne Moore), Beste Nebendarsteller (Dennis Quaid), Beste Musik, Bestes Drehbuch

OSCAR-Nominierungen

Beste Hauptdarstellerin (Julianne Moore), Beste Kamera, Beste Musik, Bestes Drehbuch (Original)



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Kommentare

chris schreibt am 29.01.09, 00:36
Ein wahrlich meisterhafter Film. Man fühlt sich wirklich in die Zeit zurück versetzt; das Spießbürgertum der 50er Jahre spürt man hautnah. Die filmischen Mittel sind wirklich grandios umgesetzt: alles, und wirklich alles passt in die 50er. Angefangen vom Weichzeichner der Farben (rote Herbsttöne) bis hin zu den tollen schauspielerischen Leistungen, den Kulissen oder der Musik. Als Zuschauer wünscht man sich so sehr, dass Cathy mit ihrem farbigen Gärtner, den sie so sehr liebt, glücklich wird. Doch daraus wird leider nichts. Gerade deshalb ist der Film an einigen Stellen so herrlich melodramatisch ( und rührt zu Tränen). Großes Gefühlskino für das etwas reifere Publikum!
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