Alpha Dog

Filmplakat Alpha Dog
Regie Nick Cassavetes  Drehbuch Nick Cassavetes  Produzenten Sidney Kimmel, Chuck Pacheco 
Genre Drama  FSK 12  Filmlänge 118 min
Land USA  Kinostart 22.03.2007  DVD-Start 28.05.2008  Verleih Concorde Film

Story

Johnny Truelove ist mehr als nur ein kleiner Krimineller, der in Papis große Fußstapfen treten will. Er will höher hinaus. Keiner soll ihm seine Position als Drogenboss in seiner Gegend streitig machen. Nachdem Jake Mazursky, einer seiner Handlanger, nicht spurt und es zum Eklat zwischen ihm und Johnny kommt, hat das weit reichende Folgen. Truelove und seine Gang nehmen Jakes kleinen Bruder Zack als Geisel. Was als Spaß beginnt, wird schnell bittererer Ernst als die „Jungs“ realisieren, dass sie diese Aktion für immer in den Knast bringen kann. Johnny will auf gar keinen Fall in den Bau und so trifft er eine folgenschwere Entscheidung.

Schauspieler

Alpha Dog Emile Hirsch, Justin Timberlake, Sharon Stone, Bruce Willis, Ben Foster, Christopher Marquette, Shawn Hatosy, Dominique Swain, Anton Yelchin, Lukas Haas, Charity Shea, Heather Wahlquist, Vincent Kartheiser, Vincent Laresca, Shera Danese, David Thornton

Filmkritik von Melanie Frommholz

Melli vergibt 4 von 5 Ms Alpha Dog Was soll man nun von diesem Film halten. Erwartet hatte man eine Kriminalgeschichte und bekommen haben wir Drama, das auf schockierende Weise das Leben von jungen Menschen einfängt, die sich in eine Welt aus Drogen und Gewalt verrannt haben. Keine Ziele, keine wahren Werte, dafür aber genug Geld, um die Nacht volltrunken zum Tag zu machen. Die wenigsten von Johnny Trueloves Gangmitgliedern sind „echte“ Verbrecher und doch sind alle kriminell genug, um einen Menschen zu entführen. Die emotionale Ausnahmesituation, die sich aus dieser einen fatalen Entscheidung heraus entwickelt, wurde von den Machern gut herausgearbeitet. Nicht zuletzt dank beeindruckender schauspielerischer Leistungen einzelner Darsteller. Zum einem haben wir hier Emile Hirsch als Johnny Truelove, dem man schon in den Augen ansieht, dass er nicht so harmlos ist wie er zuweilen tut, Ben Foster („X-Men 2“) brilliert als rechtsradikaler Junkie und auch Popstar Justin Timberlake überzeugt in seiner ersten größeren Rolle. An dieser Stelle muss außerdem eine Lanze für Sharon Stone gebrochen. Als verzweifelte Mutter zeigt sie besonders zum Ende des Films, dass sie nicht nur Mut zur Hässlichkeit sondern doch auch Talent besitzt. Und Bruce Willis, nun ja er ist eben Bruce Willis.

Der Film basiert auf einer wahren Begebenheit. Nach fünf Jahren Flucht und als jüngster Verbrecher der je auf den Fahndungslisten des FBI gestanden hat, wurde der wahre Johnny 2005 in Südamerika gefasst. Vielleicht ist vor diesem Hintergrund das größere Manko des Films zu erklären: Der etwas ungewöhnliche Erzählstil und Rhythmus; ein Mix aus Reportage und eigentlichem Verlauf der Geschehnisse mit manchmal nicht ganz logischen Sprüngen, entspricht ja vielleicht den Tatsachen oder zumindest den verbrieften Fakten, ist aber doch eher gewöhnungsbedürftig.



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