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Hamlet (1948)
Hamlet
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Regie
Laurence Olivier
Drehbuch
Laurence Olivier
Produzent
Laurence Olivier
Genre Drama FSK 12 Filmlänge 150 min Land Großbritannien, 1948 DVD-Start 02.01.2005 Verleih unbekannt |
Story
Etwas ist faul im Staate Dänemark. Knapp zwei Monate ist die Beerdigung des Königs von Dänemark her, da heiratet die Königin dessen Bruder Claudius, der damit neuer Herrscher der Dänen ist. Kronprinz Hamlet gefällt diese Entwicklung gar nicht. Als ihm der Geist seines toten Vaters erscheint und offenbart, dass er keines natürlichen Todes gestorben ist, gerät Hamlet in einen tiefen Zwiespalt, fordert der Geist doch die Rache an Claudius. Doch Hamlet zögert. Soll er zum Mörder werden, auch wenn das Wohl seins Volkes auf dem Spiel steht? Sein innerer Konflikt belastet ihn zunehmend und beherrscht bald sein ganzes Sein.
Schauspieler
Laurence Olivier, Jean Simmons, Eileen Herlie, Basil Sydney, Felix Aylmer, Norman Wooland, Terence Morgan, Peter Cushing, John Laurie, Esmond Knight, Anthony Quayle, Niall MacGinnis, Harcourt Williams, Patrick Troughton, Tony Tarver
Filmkritik von Melanie Frommholz
Mit vier gewonnenen OSCARs und drei weiteren OSCAR-Nominierungen ist die klassische Inszenierung des gleichnamigen Shakespeare-Stückes „Hamlet“ hoch dekoriert. Hauptdarsteller, Regisseur, Drehbuchautor und Produzent Laurence Olivier hat das klassische Drama des englischen Dichters auf eine beeindruckende Art und Weise für die Leinwand adaptiert und damit für nachfolgende Verfilmungen eine hohe Meßlatte gelegt. Bedenkt man den Druck der vierfachen Belastung, bleibt einem nur den Hut zu ziehen. Olivier hat den Weg der traditionellen Umsetzung für seine Adaption gewählt und so wirkt das Szenenbild überwiegend bühnenartig. Laurence Olivier verschenkt hier etwas die Möglichkeiten des Mediums. In Sachen Szenenbild wäre sicherlich noch eine Steigerung möglich gewesen. Der Fokus liegt eindeutig auf den Schauspielern und nicht auf schmückendem Beiwerk. Besonders Laurence Olivier, aber auch Jean Simmons als Ophelia bleiben nach 150 Minuten „Hamlet“ besonders in Erinnerung. Ihr Spiel fesselt und berührt über die doch lange Spieldauer von zweieinhalb Stunden.
Laurence Olivier spürt dem komplexen Konflikt in „Hamlet“ mit einer sehr düsteren und bedrückenden Inszenierung nach. Er reduziert, ganz dem Ansatz eines Bühnenstückes, die Handlung auf das für Wesentliche – die Reise in die psychischen Abgründe Hamlets - und folgt dieser Linie konsequent und künstlerisch eigenwillig. Er wird damit seiner historischen Vorlage sicherlich gerecht, verschenkt aber auch die Stück weit die Möglichkeit den Stoff durch eine eingängigere Umsetzung einem breiten Publikum zu eröffnen.
Wissenswertes
Hollywood brachte bereits unzählige Verfilmungen von Shakespeares wohl berühmtesten Prinzen hervor. Hier die Bekanntesten:
1948: "Hamlet" mit Laurence Olivier
1990: „Hamlet“ mit Mel Gibson
1996: „Hamlet“ von und mit Kenneth Branagh
2000: „Hamlet“ mit Ethan Hawke
Auszeichnungen
Gewonnene Golden Globes
Bester ausländischer Film, Bester Schauspieler (Laurence Olivier)
OSCAR-Nominierungen
Beste Regie, Beste Nebendarstellerin (Jean Simmons), Beste Musik (Drama/Komödie)
Gewonnene OSCARs
Bester Film, Bester Schauspieler (Laurence Olivier), Beste Ausstattung (Schwarz / Weiß), Beste Kostüme (Schwarz / Weiß)
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