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Die rote Lola
Stage Fright
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Regie
Alfred Hitchcock
Drehbuch
Whitfield Cook
Produzent
Alfred Hitchcock
Genre Krimi FSK 16 Filmlänge 110 min Land Großbritannien Kinostart 01.09.1950 DVD-Start 05.11.2004 Verleih Warner Bros. Pictures Germany |
Story
Die ganze Stadt ist in Aufruhr, als der Ehemann der bekannten Schauspielerin Charlotte Inwood ermordet aufgefunden wird. Alle Spuren führen zu Jonathan Cooper, dem Liebhaber von Charlotte. Verzweifelt sucht Jonathan Hilfe bei seiner guten Freundin Eva Gill, die sich hoffnungslos in ihn verliebt hat. In einer Rückblende erzählt er ihr, dass Charlotte Inwood die eigentliche Mörderin ist. Eva entschließt sich dazu, die ganze Sache selbst in die Hand zu nehmen und lässt sich als Charlottes Zofe anstellen. Während ihren ‚Ermittlungen‘ lernt sie den charmanten Detectiv Wilfred Smith kennen und lieben. Doch die Zweifel über Jonathans Unschuld bleiben aus, ist sie doch noch immer blind vor Liebe zu ihm…
Schauspieler
Jane Wyman, Marlene Dietrich, Michael Wilding, Richard Todd, Alastair Sim
Filmkritik von Kathrin Lang
Alfred Hitchcock feierte 1950 nur sehr spärlichen Erfolg mit seinem Drama „Die rote Lola“. Die Kritiker und auch das Publikum zerrissen seinen Film in der Luft, nahm man ihm die Filmlüge, die Hitchcock gleich zu Beginn seines Krimis in Form einer Rückblende in die Handlung einbaute, doch mehr als nur übel. Heute wissen wir, dass eine eben solche ‚Filmlüge‘ ein beliebtes und mittlerweile auch etabliertes Stilmittel ist, das kein geringerer als Alfred Hitchcock mit „Die rote Lola“ erfunden und eingeführt hat – Schade nur, dass er seiner Zeit damit voraus war, empfindet man es als heutiger Zuschauer doch spannend, von einer Geschichte an der Nase herumgeführt zu werden. Der Überraschungseffekt am Schluss ist letztendlich auch der Punkt, der „Die rote Lola“ in seinem Wert hebt. Zwar sind die schauspielerischen Leistungen allesamt nur wenig zu kritisieren – vor allem Marlene Dietrich als blonde Diva ist schlicht grandios – doch ist die ganze Story an sich nur wenig packend. Obwohl man immer wieder ins Zweifeln gerät und die Frage „Wer ist denn nun der Mörder?“ stets präsent ist, so macht sich doch der kleine, aber feine Hauch von Langeweile breit. Das kann Hitchcock besser.
