Cyrano von Bergerac

Cyrano de Bergerac

Filmplakat Cyrano von Bergerac
Regie Jean-Paul Rappeneau  Drehbuch Jean-Claude Carrière, Jean-Paul Rappeneau  Produzenten René Cleitman, Michel Seydoux 
Genre Tragik-Komödie  FSK 12  Filmlänge 138 min
Land Frankreich  Kinostart 17.01.1991  DVD-Start 05.06.2002  Verleih Concorde Film

Story

Cyrano de Bergerac ist ein Gascogner mit Leib und Seele. Mit spitzer Zuge und flinkem Degen hat er sich nicht nur Freunde gemacht und gilt in Paris als gefährlicher Gegner. Cyrano hält mit seiner Meinung nicht hinter dem Berg und spottet seinen Feinden öffentlich wortgewandt in meisterlicher Manier. In Frauendingen ist der Hüne dagegen unsicher und verlegen. Seine übergroße Nase raubt ihm jegliches Selbstbewusstsein. So traut er sich auch nicht seiner Herzensdame Roxane seine tiefe Liebe zu offenbaren. Als diese ihm dann auch erzählt, dass sie sich in den ansehnlichen Soldaten Christian verliebt hat, ist er am Boden zerstört. Um Roxane wenigstens mit Worten nahe zu sein, erklärt er sich bereit für Christian die Liebesbriefe zu verfassen und ihm die Worte in den Mund zu legen. Roxane erliegt dem Charme der Worte immer mehr, Christian fühlt sich aber zunehmend unwohler mit dem Schwindel. Doch dann werden Cyrano und er im Krieg gegen die Spanier an die Front berufen...

Schauspieler

Cyrano von Bergerac Gérard Depardieu, Anne Brochet, Vincent Perez, Jacques Weber, Roland Bertin, Philippe Morier-Genoud, Pierre Maguelon, Josiane Stoléru, Anatole Delalande, Alain Rimoux, Philippe Volter, Jean-Marie Winling, Gabriel Monnet

Filmkritik von Melanie Frommholz

Melli vergibt 4 von 5 Ms Cyrano von Bergerac Regisseur und Co-Drehbuchautor Jean-Paul Rappeneau hat keine Kosten und Mühen gescheut, um das in Frankreich ungemein populäre Theaterstück „Cyrano von Bergerac“ in seiner ganzen Opulenz auf die Leinwand zu bringen. Mit einem Heer an Statisten, aufwändigen Sets und einer exzellenten Ausstattung bringt er das literarische Mantel- und Degenstück in die Kinos. Die Geschichte, die tragisch wie humorvoll ist, sprüht nur so vor spritzigen Dialogen, in denen ein geschliffenes Wort das andere ergibt und denen Rappeneau ihre historische Versform gelassen hat. Gut in Szene gesetzte Degengefechte sorgen dabei für Action. Im Zentrum stehen jedoch nicht die gekreuzten Waffen, sondern die tragische Liebegeschichte des Gascogner Cyrano, dem sein riesiges Riechorgan beim Werben um seine Liebste im Wege steht. Mit dem französischen Schauspielstar Gérard Depardieu hat Jean-Paul Rappeneau seinen perfekten Cyrano gefunden. Der Mime gibt den sanften Poeten genauso glaubwürdig wie den ungestümen Soldaten, der wagemutig kein Duell scheut. Depardieu lebt seine Rolle mit solch einer Intensität und Präsenz, dass neben ihm alle anderen zu bloßen Statisten verblassen und einem nicht im Gedächtnis bleiben werden. Der einzige Kritikpunkt einer ansonsten rundum gelungenen Literaturverfilmung, die auch eine wundervolle Ode an die Inspirationskraft des Worts und der inneren Schönheit ist.

Wissenswertes

Cyrano von Bergerac Das Drehbuch basiert auf dem gleichnamigen Theaterstück, das von Edmond Rostand verfasst wurde. Rostands Held erfreut sich in Frankreich nach wie vor großer Berühm- und Beliebtheit.

Gérard Depardieu wurde für seine Darstellung des rebellischen Poeten bei den Filmfestspielen in Cannes als bester Darsteller geehrt. Beim französischen Filmpreis César gewann der Film in zehn Kategorien, darunter bester Darsteller, bester Film, beste Regie.

Auszeichnungen

Cyrano von Bergerac
Gewonnene Golden Globes

Bester ausländischer Film

OSCAR-Nominierungen

Bester Hauptdarsteller (Gérard Depardieu), Beste Ausstattung, Bester ausländischer Film, Beste Maske

Gewonnene OSCARs

Beste Kostüme



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