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Der letzte Tango in Paris
L' ultimo tango a Parigi
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Regie
Bernardo Bertolucci
Drehbuch
Bernardo Bertolucci, Franco Arcalli, Agnès Varda
Produzent
Alberto Grimaldi
Genre Drama FSK 18 Filmlänge 129 min Land Italien, Frankreich Kinostart 29.03.1973 DVD-Start 10.08.2000 Blu-ray-Start 04.03.2011 Verleih Alamode Film |
Story
Die bildschöne Jeanne lernt in einem leerstehenden Pariser Appartement den verbitterten Witwer Paul kennen. Zu Anfang weiß die junge Frau nichts mit diesem wunderlichen Kerl anzufangen. Doch schnell wird aus den beiden Fremden ein Paar, das sich hier trifft, um sich auszuleben und ihren sexuellen Verlangen nachzugehen. Obwohl beide keine Gefühle in sich tragen, entwickelt sich die Beziehung doch weiter und gipfelt in Tränen und Enttäuschung...
Schauspieler
Marlon Brando, Maria Schneider, Maria Michi, Giovanna Galletti, Gitt Magrini, Cathérine Allegret, Luce Marquand, Marie-Hélène Breillat, Catherine Breillat, Dan Diament, Catherine Sola, Mauro Marchetti, Jean-Pierre Léaud, Massimo Girotti
Filmkritik von Thomas Ays
Die eigenwillige Kameraführung und die von Bernardo Bertolucci (OSCAR für „Der letzte Kaiser“) inszenierte Geschichte machen es dem Zuschauer schwer sich in diese Handlung einzufühlen. Zwar sind die Darsteller überzeugend, dennoch hat man ständig das Gefühl, den Film virtuell anschieben zu müssen. Der zweifache OSCAR-Preisträger Marlon Brando, der sich hier ständig am Rand zum Over-Acting bewegt, hat nichts mehr von dem jungen Schauspieler, dem Rebellen, der er einst gewesen ist. Dieser Marlon Brando passt zwar perfekt in die Rolle, die er spielt, ist aber ein völlig neuer Darsteller, mit dem man erst einmal umgehen lernen muss. Laut des Regisseurs improvisierte Brando viele seiner Dialoge, weil die des Drehbuchs nicht seinem Geschmack entsprachen. Passt.
“Der letzte Tango in Paris“ war in den wilden, verruchten 70er Jahren ein Skandalfilm, der ab 18 freigegeben wurde. Heute ist er unter Filmfans nur als ein echter Klassiker, der vor allem wegen der ständigen Nacktszenen von sich Reden macht. Viele, die den Film das erste Mal sehen, werden sich nicht nur an Optik und Langatmigkeit stören, sondern auch an der Eigenwilligkeit des Inszenierungsstils.
Wissenswertes
Die New York Film Critics Circle Awards und die National Society of Film Critics Awards wählten Marlon Brando zum besten Schauspieler für "Der letzte Tango in Paris".
Die Originalfassung des Films betrug über vier Stunden.
Auszeichnungen
Golden Globe-Nominierungen
Bester Film - Drama, Beste Regie
OSCAR-Nominierungen
Beste Regie, Bester Schauspieler (Marlon Brando)
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Kommentare
Martin schreibt am 23.09.07, 18:50
hm... wann man ein bisschen was ab kann und schon einiges gesehen hat, dann kann "Der letzte Tango in Paris" einladen auf eine Reise der Leidenschaft, in der nur allzu menschliche Gefühle, Wünsche und Bedürfnisse in einer künstlerischen Art eingefangen und mit dem Medium Film verarbeitet werden. Wie schon erwähnt sind die schauspielerischen Leistungen grandios, gerade von Marlon Brando. Das ist aber auch gerade bei diesem Film wichtig, denn der hohe Anspruch den der Film an sich selber stellt, der bedarf hervorragende schauspielerische Leistungen!
Für mich hatte der Film am Ende einige Längen, aber sehenswert ist dieser Klassiker unbedingt.
