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Der Marathon Mann
Marathon Man
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Regie
John Schlesinger
Drehbuch
William Goldman
Produzenten
Robert Evans, Sidney Beckerman
Genre Thriller FSK 16 Filmlänge 125 min Land USA Kinostart 31.03.1977 DVD-Start 06.07.2000 Verleih United International Pictures |
Story
Thomas Babington Levy ist Geschichtsstudent und lebt in New York. Außerdem ist der junge, unbedarfte Mann leidenschaftlicher Marathonläufer, der täglich verbissen im Central Park trainiert. Levy arbeitet an seiner Dissertation über die McCarthy-Ära, die ihm immer wieder auf schmerzliche Weise seine eigene Familiengeschichte und besonders die Rolle seines Vaters darin, vor Augen führt. Als Levys Bruder "Doc" ihn in seiner Studentenbude besucht, gerät sein geordnetes Leben ins Wanken, ist Doc doch ganz offensichtlich in eine Geschichte verstrickt, die ihm und seinem Bruder äußerst gefährlich werden könnte. Als Doc angeschossen wird und sich mit letzter Kraft in Levys Wohnung rettet, gelingt es ihm nicht mehr, warnende letzte Worte über die Lippen zu bringen, ehe er stirbt. Seine Gegner hingegen sind davon überzeugt, dass er seinem Bruder ein wichtiges Geheimnis anvertraut hat.
Ehe er es sich versieht, wird der Marathonläufer von Unbekannten entführt und macht eine mehr als unangenehme Bekanntschaft mit dem Naziflüchtling Christian Szell. Er, ein ehemaliger KZ-Arzt, quält Levy auf äußerst subtile Art und Weise, um an ein Geheimnis zu kommen, das der Student ihm nicht verraten kann - weil er es schlicht nicht kennt. Zwar gelingt Levy die Flucht, doch weiß er nicht mehr, wem er noch vertrauen kann - die ganze Welt scheint sich gegen ihn verschworen zu haben und so bleibt ihm nur noch seine Freundin, eine mysteriöse Schweizerin, die er erst vor kurzem kennen gelernt hat. Doch als er mit ihr untertaucht, erlebt er eine weitere unliebsame Überraschung.
Schauspieler
Dustin Hoffman, Laurence Olivier, Roy Scheider, Marthe Keller, William Devane, Richard Bright
Filmkritik von Stefanie Rufle
Nicht umsonst gilt "Der Marathon Mann" seit 30 Jahren als einer der packendsten Thriller der Filmgeschichte. Dieser Film versteht es, den Zuschauer zu fesseln, ihm das Blut in den Adern gefrieren zu lassen - und das auf höchstem künstlerischen Niveau. John Schlesinger hat ein wahres Meisterwerk geschaffen und sich damit ein eigenes Denkmal gesetzt, vor allem, weil er weit mehr gemacht hat, als nur einen Thriller zu drehen. "Der Marathon Mann" beschäftigt sich mit dem amerikanischen Erbe McCarthys ebenso, wie mit dem Nationalsozialismus und dessen kranken Auswüchsen. Die Darsteller sind hierbei einfach nur großartig ausgewählt. Der junge Dustin Hoffman kann hier beweisen, dass in ihm ein wahrhaft großer Schauspieler steckt - seine Wandlung vom naiven, ahnungslosen Studenten zum gehetzten Opfer, das langsam erkennt, mit welchen Gegnern er es zu tun hat überzeugt in jeder Sekunde. Aber auch Roy Scheider spielt hier eine seiner wohl stärksten Rollen und hinterlässt mit seinem vergleichsweise kurzen Auftritt einen bleibenden Eindruck. Laurence Olivier spielt den eiskalten Naziverbrecher auf erschreckende Weise nonchalant - und lässt so erahnen, was sich hinter der jovialen Fassade verbirgt. Seine Frage "Sind sie sicher?" geht einem Tage nach dem Film nicht aus dem Kopf und jagt einem Schauer den Rücken hinunter.
Gekonnt ist, wie Schlesinger seine Figuren nach und nach, ohne Eile, in die Handlung einführt und sich Zeit nimmt, die Szenen auf das Publikum wirken zu lassen. Allein, wie der Schatten des Marathon Manns beim Laufen von der Kamera beobachtet wird, wie es aussieht, als würde er beim Vorbeilaufen an einem Zaun Stacheln bekommen - das kann man nicht anders, als genial bezeichnen! Die Folterszenen, die nur eine kurze Sequenz im Film einnehmen, sind absolut grausam, obwohl kein Blut fließt. Auch hier ist das Erschreckende eher das, was sich im Kopf des Zuschauers abspielt. "Der Marathon Mann" gehört zu den ganz großen Filmen unserer Zeit, der dem Zuschauer - wie bei einem Marathonlauf - den Atem raubt.
Auszeichnungen
Golden Globe-Nominierungen
Beste Regie, Bester Schauspieler - Drama (Dustin Hoffman), Beste Nebendarstellerin (Marthe Keller), Bestes Drehbuch
Gewonnene Golden Globes
Bester Nebendarsteller (Laurence Olivier)
OSCAR-Nominierungen
Bester Nebendarsteller (Laurence Olivier)
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Kommentare
Mike schreibt am 25.06.07, 02:14
Ich hatte mir ehrlich gesagt doch mehr vom Film versprochen, aber der Reihe nach:
Die Story ist sehr gut, keine Frage, die Spannung wird nach und nach immer mehr angezogen bis es zum Showdown kommt. Bis es aber tatsächlich soweit ist, muss der Zuschauer einige Längen über sich ergehen lassen.
Die Schauspieler widerum machen ihre Sache perfekt. Dustin Hoffman und auch Laurence Olivier leisten großes.
Der Marathon Mann ist ein spannender Film, der aber irgendwie ( zumindest bei mir nicht ) das Gefühl des "nocheinmalsehens" wecken konnte.
8/10
