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Maria voll der Gnade
Maria Full of Grace
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Regie
Joshua Marston
Drehbuch
Joshua Marston
Produzent
Paul S. Mezey
Genre Drama FSK 12 Filmlänge 101 min Land USA, Kolumbien Kinostart 21.04.2005 DVD-Start 05.12.2005 Verleih Universum Film |
Story
Die 17jährige Maria lebt in einer Kleinstadt in der Nähe der kolumbianischen Hauptstadt Bogotá. Sie verdient einen Hungerlohn als Arbeiterin auf einer Rosenplantage, von dem sie den größten Teil zu Hause abgeben muss. Ihr Alltag ist mehr als trist und als sie von ihrem Freund Juan schwanger wird, weigert sie sich, diesen zu heiraten. Eine Heirat ohne Liebe kommt für Maria nicht in Frage. In dieser schwierigen Situation ist sie eine leichte Beute für den windigen Franklin. Er überredet das junge Mädchen dazu, als "Packesel" zu arbeiten. Sie soll Drogen nach New York schmuggeln. Maria erscheint das als die Gelegenheit, endlich ihrem grauen Einerlei zu entfliehen, und mit 62 Päckchen Kokain in ihrem Magen setzt sie sich mit drei anderen Schmugglern ins Flugzeug. Doch schon auf dem Flug zeigt sich, dass nicht alles so läuft, wie das eigentlich geplant war.
Schauspieler
Catalina Sandino Moreno, Virginia Ariza, Yenny Paola Vega, Rodrigo Sánchez Borhorquez, Charles Albert Patino, Wilson Guerrero, Johanna Andrea Mora, Evangelina Morales, John Álex Toro, Jaime Osorio Gomez
Filmkritik von Stefanie Rufle
Von der ersten Minute an hat man das Gefühl, es hier mit der absolut ungeschminkten und nur allzu bitteren Realität zu tun zu haben. Völlig glaubwürdig spielt Catalina Sandino Moreno die desillusionierte Maria, die weiß, dass das Schicksal nicht viel an aufregenden Überraschungen für sie bereithält. Es gelingt ihr, eine Resignation zum Besten zu geben, die fast schon erschreckend ist. Es verwundert nicht, dass sie 2005 für den OSCAR als beste Hauptdarstellerin nominiert worden war. Das Schlucken der Drogenpäckchen übte sie übrigens erst beim ersten Dreh - es sollte so realistischer wirken.
Für Regisseur Joshua Marston war dieses vielfach preisgekrönte Drama sein Kinoregie-Debüt. Auf mitreißende und teilweise tief bewegende Art und Weise schildert "Maria voll der Gnade" das Schicksal von Drogenkurieren, die für ein bißchen Geld ihr Leben aufs Spiel setzen. Durch ihr einfühlsames Spiel gelingt es den Darstellern, beim Zuschauer ein gewisses Verständnis für die sogenannten Packesel und deren schwierige Lebenssituation wachzurufen. Sicherlich kein Mainstream-Kino, sondern eher etwas Nachdenkliches zum Nachwirkenlassen.
