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Marnie
Marnie
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Regie
Alfred Hitchcock
Drehbuch
Jay Presson Allen
Produzent
Alfred Hitchcock
Genre Drama FSK 16 Filmlänge 120 min Land USA Kinostart 17.09.1964 DVD-Start 13.08.1999 Verleih unbekannt |
Story
Marnie ist eine notorische Diebin. Mit ihrer Schönheit und ihrer geheimnisvollen Ausstrahlung wickelt sie die Männer um den Finger, erschleicht sich das Vertrauen ihres jeweiligen Chefs, um dann den Tresor leerzuräumen. Mit neuer Identität und anderem Aussehen zieht sie dann in die nächste Stadt, sucht sich einen neuen Job, und das Spiel wiederholt sich. Bis Marnie schließlich an den Verleger Mark Rutland gerät. Zum ersten Mal trifft sie hier auf einen Mann, der ihren Reizen nicht erliegt, der im Gegenteil ihre Kleptomanie zu durchschauen scheint. Mark sieht hinter ihrer Fassade die wahre Marnie. Als er sie erneut beim Diebstahl ertappt, setzt er ihr ein Ultimatum: Entweder heiratet Marnie ihn, oder er verrät sie an die Polizei. Natürlich erklärt die Diebin sich bereit, ihn zu heiraten, doch sie bleibt ihm gegenüber kühl und distanziert. Mark versucht, den Ursachen von Marnies Krankheit auf den Grund zu gehen, er forscht in ihrer Kindheit und entdeckt Erschreckendes. Ein traumatisches Kindheitserlebnis hat offensichtlich ihre neurotische Angst vor Männern, Gewittern und der Farbe Rot verursacht. Doch wird es dem verzweifelten Mann gelingen, seine Frau aus ihren Ängsten zu befreien?
Schauspieler
Tippi Hedren, Diane Baker, Sean Connery, Martin Gabel, Louise Latham, Alan Napier
Filmkritik von Stefanie Rufle
Alfred Hitchcock hat hier einen fesselnden und unglaublich spannenden Film inszeniert, der mehr ist als nur ein Thriller. Für die 60er Jahre doch sehr fortschrittliche Elemente fließen hier mit ein und dadurch ist Hitchcock ein sehr facettenreicher Streifen gelungen. Gerade, dass es hier nicht nur um eine Verbrecherin geht, sondern vielmehr um eine verzweifelte Frau, die sich nicht allein aus ihrem Panzer befreien kann, macht den Film so interessant. Tippi Hedren macht ihre Sache wirklich gut, auch wenn Hitchcock eigentlich mit seiner "Lieblingsblondine" Grace Kelly drehen wollte. Da die aber inzwischen Fürstin von Monaco war, bekam die Hedren ihre Chance und gibt eine wirklich überzeugende Marnie.
Aber auch Sean Connery spielt sehr tiefgründig und glaubhaft - schwer zu durchschauen und mysteriös.
Wie nicht anders zu erwarten für einen Film aus den 60ern, sind einige Szenen für unser heutiges Auge doch sehr unrealistisch. Wenn Marnie "reitet", sieht man genau, dass sie nicht wirklich reitet, wenn das Ehepaar im Auto "fährt", ist deutlich zu sehen, dass es sich hier um Studioaufnahmen handelt. Aber ich denke, einen solchen Klassiker muss man eben mit anderen Augen sehen, er ist mit den heutigen Filmen einfach nicht zu vergleichen. Gleichzeitig muss man aber die Einzigartigkeit sehen, selbst mit den modernsten Mitteln wird es nicht gelingen, heute noch etwas Vergleichbares zu inszenieren - wie man beispielsweise am Remake von "Psycho" sehen kann. "Marnie" ist ein gelungener, spannender und auch verstörender Film - ein echter Hitchcock eben!
