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Nirgendwo in Afrika
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Regie
Caroline Link
Drehbuch
Caroline Link
Produzent
Peter Herrmann
Genre Drama FSK 6 Filmlänge 141 min Land Deutschland Kinostart 27.12.2001 DVD-Start 07.11.2002 Verleih Constantin Film |
Story
Die jüdische Familie Redlich ist im Jahr 1938 gezwungen, von Deutschland nach Kenia zu emigrieren. Walter Redlich, eigentlich Anwalt, findet Arbeit als Verwalter auf einer Farm und ist nach einer überstandenen Malaria-Erkrankung einfach nur froh, dem Gewaltregime der Nazis entkommen zu sein. Anders seine Frau Jettl, die sich nur schwer an das neue Leben und das fremde Land gewöhnt. Sie, eine Tochter aus gutbürgerlichem Haus, hat den Wohlstand und die Privilegien in Deutschland sehr genossen und kommt mit der ihr fremden Mentalität und den einfachen Lebensverhältnissen nicht klar. Die gemeinsame Tochter Regina allerdings, bisher ein schüchternes und verängstigtes Kind, blüht förmlich auf und schließt schnell Freundschaft mit dem Koch der Familie.
Doch auch in Kenia bekommt die Familie den Antisemitismus zu spüren und auch an diesem Land gehen die Spuren des Krieges nicht vorbei. Nach Kriegsende wird Walter eine Anstellung als Richter in Frankfurt angeboten - endlich könnte er wieder seinen Beruf ausüben und hätte wieder ein gewisses Ansehen. Doch die vielen Jahren in Kenia haben die Familie geprägt und vor allem aus Jettl einen anderen Menschen gemacht. Fast scheint es so, als würde die kleine Familie nach allen gemeinsam überstandenen Schwierigkeiten auseinander brechen...
Schauspieler
Juliane Köhler, Merab Ninidze, Matthias Habich, Sidede Onyulo, Lea Kurka, Karoline Eckertz, Gerd Heinz, Hildegard Schmahl, Maritta Horwarth, Regine Zimmermann, Gabrielle Odinis, Bettina Redlich, Julia Leidl, Mechthild Großmann, Peter Lenaeku
Filmkritik von Stefanie Rufle
Ein traumhaft schöner Film, der zutiefst bewegt, berührt und verzaubert! Caroline Link hat ein wahres Meisterwerk geschaffen, das seinen OSCAR als bester nicht-englischsprachiger Film mehr als verdient hat. Ihre Auseinandersetzung mit diesem schrecklichen Stück deutscher Geschichte wirkt so authentisch, dass man zeitweise das Gefühl hat, die Familie Redlich selber zu kennen. Vergeblich wartet man allerdings auf den - bei diesem Thema leider nur zu üblichen - erhobenen Zeigefinger und wird positiv überrascht. Dem Zuschauer wird hier eine Geschichte erzählt, wie sie sich so, oder so ähnlich, tatsächlich zugetragen haben könnte - nicht mehr und nicht weniger.
Großartige Darsteller, die ihre Sache wirklich überzeugend machen, tragen das ihre zum Gelingen dieses Films bei und eine wirklich gekonnte Kameraführung zeigt dem Zuschauer ein Land, das so schön ist, dass man beinahe weinen könnte. Nicht zu vergessen die geniale Filmmusik, die mit ein Grund ist, dass man am Ende den Wunsch verspürt, dieser Film möge noch einmal zwei Stunden weitergehen.

