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Der freie Wille
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Regie
Matthias Glasner
Drehbuch
Matthias Glasner, Judith Angerbauer, Jürgen Vogel
Produzenten
Frank Döhmann, Matthias Glasner, Christian Granderath, Jürgen Vogel
Genre Drama FSK 16 Filmlänge 171 min Land Deutschland Kinostart 24.08.2006 DVD-Start 18.05.2007 Verleih Kinowelt |
Story
Als der dreifache Vergewaltiger Theo nach neun Jahren aus dem Maßregelvollzug entlassen wird, steht er seiner größten Angst gegenüber: Seinem eigenen Ich. Zwar glaubt er an seine Kraft, gegen sich selbst anzukommen, merkt jedoch schnell, dass dies in der Normalität des Alltages einfach gesagt, als getan ist. Als der die hübsche Nettie kennenlernt, scheint sein Leben jedoch langsam wieder in geordneten Bahnen zu laufen. Doch auch diese Illusion wird ihm schnell genommen: Bereits bei dem ersten kleinen Problem in der Beziehung, wird sein innerer Trieb wieder geweckt. Ein Trieb, gegen den er anzukämpfen hat … Tag für Tag, für Tag.
Schauspieler
Jürgen Vogel, Sabine Timoteo, Manfred Zapatka, André Hennicke, Judith Engel, Anna Brass, Anne-Kathrin Golinsky, Maya Bothe, frank Wickermann, Anna De Carlo, Bernadette Büllmann, Andreas Laurenz Maier, Marcel Batangatris
Filmkritik von Kathrin Lang
„Ich weiß ehrlich nicht, was die Leute meinen, wenn sie von der Freiheit des menschlichen Willens sprechen“, sagte Einstein. „Ich spüre, dass ich meine Pfeife anzünden will, und tue das auch; aber wie kann ich das mit der Idee der Freiheit verbinden? Was liegt hinter dem Willensakt, dass ich meine Pfeife anzünden will? Ein anderer Willensakt?“
Ganze sechs Jahre hat es gedauert, bis „Der freie Wille“ in unsere Kinos kam. Regisseur Matthias Glasner und Hauptdarsteller Jürgen Vogel arbeiteten gemeinsam an diesem Projekt, haben es zusammen entstehen lassen und es nach jahrelanger Arbeit letztendlich zur Perfektion getrieben. Perfekt, das ist dieses Drama wohl - Auf bewegende, erschreckende und angsteinflößende Art und Weise. Hier wurde sich auf einem sehr authentischen Weg mit der Frage nach dem freien Willen des Menschen auseinandergesetzt: Ist es möglich gegen einen unsichtbaren Gegner zu kämpfen? Oder drastischer: Sind wir Menschen stark genug, um gegen uns selbst anzukommen? Durch diese Fragestellungen werden nicht nur die agierenden Charaktere auf dem Bildschirm in die Enge getrieben, sondern auch der Zuschauer auf seinem Sofa. Verzweiflung, das ist ein Wort, das hier ganz groß geschrieben wird und das über allem ragt - Die Geschichte über einen Mann, der mit seinem eigenen Körper um Macht kämpft und dabei scheinbar niemals in der Freiheit ankommt. „Der freie Wille“ soll dabei kein Verständnis wecken, sondern lediglich beschreiben wie wir Menschen funktionieren. Ob und wie man das akzeptieren kann, bleibt jedem selbst überlassen. Sicher ist jedoch, dass Vorwürfe vollkommen fehl am Platz sind und letztendlich auch nichts bewirken würden.
„Der freie Wille“ - ein Film den man gesehen haben sollte. Nicht nur wegen seiner filmischen Perfektion, sondern auch seines Themas wegen.
