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Colombiana
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Regie
Olivier Megaton
Drehbuch
Luc Besson, Robert Mark Kamen
Produzenten
Luc Besson, Pierre-Ange Le Pogam
Genre Action-Thriller FSK 16 Filmlänge 108 min Land USA, Frankreich Kinostart 15.09.2011 DVD-Start 27.01.2012 Blu-ray-Start 27.01.2012 Verleih Universum Film |
Story
Cataleya ist gerade mal neun Jahre alt, als sie Zeugin davon wird, wie ihre Eltern brutal ermordet werden. Durch die Hilfe ihres Vaters, der ihr etwas Wertvolles hinterlassen hat, gelingt ihr die Flucht vor den kolumbianischen Mafiabossen nach Amerika. Dort lässt sie sich bei ihrem Onkel in Chicago nieder. Obwohl noch ein Kind, hat sie in den kommenden Jahren nur noch Eines im Sinn: Rache. Sie bittet ihren Onkel, sie zu einer Profikillerin auszubilden. Tatsächlich ist Cataleya Jahre später eine gefürchtete und vom FBI gesuchte Killerin. All ihre Opfer bedeuten Cataleya jedoch nichts, denn sie will den Mörder ihrer Eltern erwischen. Bei dem Versuch, ihren Erzfeind aus der Reserve zu locken, gerät auch Cataleya immer mehr ins Fadenkreuz des FBI...
Schauspieler
Zoë Saldana, Michael Vartan, Callum Blue, Graham McTavish, Jordi Mollà, Lennie James, Max Martini, Monica Acosta, Beau Brasso, Sam Douglas
Filmkritik von Kathrin Lang
Kein Geringerer als Luc Besson ist es, der im Hintergrund an der Entstehung von „Colombiana“ mit werkelte. Nicht nur als Produzent war er tätig, sondern auch am Drehbuch feilte er mit. Im Mittelpunkt der Geschichte steht ein junges Mädchen, das sich, nachdem sie dabei zusehen musste wie ihre Eltern eiskalt ermordet werden, von ihrem Onkel zum Profikiller ausbilden lässt und einige Jahre später als gefürchtete Auftragsmörderin ihr Unwesen treibt. Die Ähnlichkeiten von „Colombiana“ mit dem Besson-Film „Léon – Der Profi“ sind schon rein inhaltlich nicht von der Hand zu weisen. Ursprünglich sollte aus „Colombiana“ auch die offizielle Fortsetzung des Kultfilms werden. Letztlich besann man sich jedoch eines Besseren, womit man gut bedient ist, denn an die Klasse von „Léon – Der Profi“ reicht Olivier Megatons Regiearbeit nicht heran. Dennoch: wo Luc Besson seine Finger im Spiel hat, steckt meistens jede Menge Action drin und diese bekommt man bei „Colombiana“ auch in feinster Ausführung geboten. Die Szenen, in denen Cataleya (Zoe Saldana) zur Tat schreitet und den bösen Buben das Licht ausschaltet, sind rein optisch ein Augenschmaus – nicht nur wegen der bildschönen und immerzu betörenden Saldana, sondern auch der Gestaltung des Szenenbilds sowie der brillanten Schnitt- und Kameraarbeit wegen. Eine wirklich spannende Geschichte bietet „Colombiana“ allerdings nicht. Die Erzählung ist zu geradlinig und verzichtet nicht nur auf unvorhergesehene Wendungen, sondern auch auf fesselnde Nebenhandlungen. Der Plot fokussiert sich gänzlich auf seine Hauptfigur, den Racheengel – dieser jedoch wurde zu klassisch gestaltet und umschifft im Handeln und Dasein die wirklich spannenden Überraschungen im geradezu großen Stil. Dementsprechend müde fällt damit schließlich das Ende aus und auch im vorhergehenden Filmverlauf versumpft „Colombiana“ etwas zu häufig in einfallslosen Szenarien. Kurzweilig ist Olivier Megatons „Colombiana“ dennoch: wer furiose Action im betörenden Gewand sehen will und dabei auf knifflige Storymomente verzichten kann, ist hier gut aufgehoben.
Nach dem internationalen Erfolg von „96 Hours“ ist Luc Besson erneut gemeinsam mit Robert Mark Kamen für das Drehbuch verantwortlich. Regie führt Olivier Megaton, der bereits mit „Transporter 3“ für einen Kinohit sorgte.