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Fast Food Nation
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Regie
Richard Linklater
Drehbuch
Richard Linklater, Eric Schlosser
Produzenten
Malcolm McLaren, Jeremy Thomas
Genre Drama FSK 12 Filmlänge 108 min Land USA Kinostart 01.03.2007 DVD-Start 03.09.2007 Verleih Senator Film |
Story
Don Henderson ist Marketingchef der Fast Food-Kette Mickey’s. Als sich eines Tages herausstellt, dass in den neuen Burgern ein enormer Anteil an Kolibakterien nachgewiesen wurden, reist er zu der Firma, die Mickey’s damit beauftragt hat, das Fleisch für die Burger herzustellen. Dort angekommen präsentiert sich ihm zunächst eine lupenreine Fabrik, die hygienisch und einwandfrei aussieht. Doch Don sieht während seinem Rundgang nur die Sonnenseite der Fleischproduktion. Im Verborgenen arbeiten illegal eingewanderte Mexikaner, deren Aufgabe es ist, die Kühe auszunehmen – und das ohne ausgebildet zu sein. Da kann es eben schon Mal passieren, dass der Darm der Kuh falsch aufgeschnitten wird und der gesamte Kuhkot auf dem Fließband landet. „Ja, so kommt es, dass die Burger von Mickey’s manchmal enorme Mengen an Scheiße beinhalten.“ – Na dann…
Schauspieler
Patricia Arquette, Bobby Cannavale, Paul Franklin Dano, Luis Guzmán, Ethan Hawke, Ashley Johnson, Greg Kinnear, Kris Kristofferson, Avril Lavigne, Esai Morales, Catalina Sandino Moreno, Lou Taylor Pucci, Ana Claudia Talancon
Filmkritik von Kathrin Lang
Der amerikanische Journalist Eric Schlosser brachte 2001 das Sachbuch „Fast Food Nation“ heraus, das schon kurze Zeit später auf allen Bestsellerlisten zu finden war. Das Sachbuch soll auf realen Tatsachen beruhen und enthüllt die dunkle Seite des „All-American Meal“. Die dazugehörige Verfilmung präsentiert sich zwar als fiktive Geschichte, darf aber aufgrund ihres Ursprungs aber ebenso als real angesehen werden.
Die Wirkung beim Zuschauer fällt genau so aus, wie sie ausfallen soll: Ekel, Schauder und tausend Gedanken an all die bisherigen Besuche in Fast Food Restaurants. Schon nach wenigen Filmminuten steht einer der Protagonisten im Labor und überprüft die Herstellung der verschiedenen Aromastoffe für die Burger. „Hmm, das riecht wie frisch gebraten. Sehr schön“, sagt er während er an einem weißen Stäbchen schnuppert. Doch das ist nur der Anfang. Wenn uns die Kamera in die Fleischproduktion führt, in der Arbeits- und Hygieneumstände herrschen, unter denen ein niemand von uns irgendetwas essen würde, hat „Fast Food Nation“ seinen Zuschauer endgültig da, wo er ihn haben will: Die amerikanischen Fast Food-Ketten verabscheuend vor diesen abschreckenden Bildern. Doch, und diese Seite muss man ebenso sehen, verdirbt einem dieser Film nicht nur die Lust auf MC Donalds und Burger King, sondern auf Fleisch im Allgemeinen. Schließlich lassen auch andere Hersteller ihr Fleisch in Massenproduktionsfabriken verarbeiten – und wer weiß, was dort für Umstände herrschen?
Wissenswertes
Die Uraufführung von "Fast Food Nation" fand am 19. Mai 2006 im Rahmen des Wettbewerbs bei den Filmfestspielen in Cannes statt. Der Film war dort auch für die Goldene Palme nominiert.
Allen Schauspielern war es ein persönliches Anliegen, diesen Film mit ihrem Auftritt zu unterstützen.
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