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Body of Proof (TV-Serie) - Staffel 1
Body of Proof - Season 1
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Regie
Nelson McCormick, John Terlesky, Christine Moore, Kate Woods, John Polson, David Platt
Drehbuch
Christopher Murphey, Matthew Gross, Corey D. Miller, Diane Ademu-John, Matthew V. Lewis, Sam Humphrey, Sunil Nayar, Andrew Dettmann
Produzenten
Jim Klever-Weis, Bryan Oh
Genre TV-Serie (Krimi) FSK 16 Filmlänge 537 min Land USA, 2011 DVD-Start 30.08.2012 Verleih noch unbekannt |
Story
Doktor Megan Hunt zählte zu den besten und erfolgreichsten Chirurgen in Philadelphia. Bis die Leiterin der neurochirurgischen Abteilung des städtischen Universitätskrankenhauses einen Autounfall hatte. Seitdem ist sie aufgrund bleibender körperlicher Schäden nicht mehr in der Lage, zu operieren. Nach diesem Schicksalsschlag beginnt Megan Hunt eine zweite Karriere in der Gerichtsmedizin, wo sie abermals zu den Besten ihres Faches zählt. Jedoch macht es ihr schwer zu schaffen, dass ihre Chirurgenlaufbahn vorbei ist und dass darüber hinaus ihr Ex-Mann das Sorgerecht für ihre siebenjährige Tochter innehat. Aber unter ihrer Vorgesetzten Doktor Kate Murphy und zusammen mit ihren Kollegen klärt die kaltschnäuzige Doktor Hunt jeden Fall auf…
Schauspieler
Dana Delany, Jeri Ryan, Nicholas Bishop, John Carroll Lynch, Sonja Sohn, Geoffrey Arend, Windell Middlebrooks, Jeffrey Nordling, Sam Robards, Mary Mouser, Bruce Altman, Kate Jennings Grant, Bruce MacVittie, Milena Govich, Jeremiah Kissel, Barry Shabaka Henley, Sherri Saum, Tony Plana, Kelly AuCoin, Molly Price, John Magaro, Kathryn Meisle, Jill Eikenberry, Joanna Cassidy, Christina Hendricks, Marc Blucas
Kritik von Sascha Koch
„Body of Proof“ zählte zu den erfolgreichsten Serienstarts der neuen US-TV-Saison und begeisterte Millionen Amerikaner. Hier in Deutschland war die Resonanz auf „Body of Proof“ eine sehr viel verhaltenere. Und dies aus gutem Grund! Wer sich von der Gerichtsmediziner-Serie eine Produktion mit neuen Facetten und interessanten Charakteren erhofft, wird bitter enttäuscht. Denn wie schon abzusehen war, handelt es sich bei „Body of Proof“ um eine Serie minderwertiger Qualität, die bei der breiten Masse aber Zuspruch findet.
In „Body of Proof“ findet man ausschließlich Handlungselemente, die so oder so ähnlich schon gefühlte eine Millionen Mal in anderen TV-Serien behandelt wurden. Hier gibt es rein gar nichts Neues. Die drögen Storys um die Gerichtsmedizinerin Doktor Hunt sind aus dem Einmaleins des Crime-Procedurals und spulen die unkreativen Drehbücher lustlos ab. Ein Gespür für Dramatik, Emotionen oder Humor hat die Serie nicht. Stattdessen wird das Thema Tod und Rechtssystem einmal mehr nur sehr oberflächlich besprochen. Spannung kommt da genauso wenig auf, wie faszinierende Handlungsaspekte oder tiefgründige Erzählebenen. Was Drehbuch und Umsetzung anbelangt, präsentiert sich „Body of Proof“ als absoluter Mainstream-Einheitsbrei, der zu anderen Crime-Formaten kaum Unterschiede aufweist.
Wer als geneigter Krimi-Fan nun wenigstens auf gute Charaktere und Schauspieler hofft, wird auch hier weitgehend bitter enttäuscht. Dana Delany mag eine gute Schauspielerin sein, doch ist die Rolle der Doktor Megan Hunt so grundunsympathisch und kalt, dass der Zuschauer schnell genervt wird. Der Versuch durch eine unsympathische Hauptfigur facettenreiche Charakterarbeit zu zeigen, die immer neue Schichten der Persönlichkeit freilegt, scheitert hier kolossal. Wenn dies in die Richtung eines weiblichen Doktor House gehen sollte, macht man sich nur lächerlich. Darüber hinaus ist es schön, Serien-Star Jeri Ryan abermals in einer neue Serie zu sehen, wenngleich auch sie nicht unbedingt das Leuchtfeuer der Schauspielkunst hochzuhalten vermag. Das restliche Ensemble der Serie versinkt dermaßen in Belanglosigkeit, dass es nicht einmal eine Erwähnung wert ist. Schade!
Im Grunde muss man nicht viel zu „Body of Proof“ sagen, außer, dass die Serie nicht sonderlich sehenswert ist und vom deutschen Publikum zu Recht mit mauen Quoten abgestraft wurde. Warum die amerikanische Masse immer noch so scharf auf die immer gleichen und langweiligen Crime-Procedurals ist, bleibt ein Rätsel. Aber ABC kann sich über den Quotenhit freuen. Dass die Serie ziemlicher Kehricht ist, ist da natürlich nur zweitrangig. Von den Charakteren bis zu den Drehbüchern bietet die Serie nichts Originelles oder gar Interessantes. Für eingefleischte Krimi-Fans, die gerne miträtseln und sich allgemein für solche Thematiken begeistern können, ist die Dana Delany One-Man-Show vielleicht noch recht unterhaltsam. Ansonsten ist dieses neue US-Format leider als Flop zu bewerten.
Wissenswertes
„Body of Proof“ startete, nach dem der Premieretermin mehrmals verschoben wurde, am 29. März 2011 auf dem amerikanischen Network ABC mit sehr guten 13,94 Millionen Zuschauern. Insgesamt verfolgten im Schnitt 13,68 Millionen Zuschauer die erste Staffel, die eigentlich 13 Episoden hatte. Die restlichen vier Episoden der Staffel wurden jedoch zusammen mit der zweiten Staffel nach einer längeren Pause ausgestrahlt, wodurch es zu Unstimmigkeiten im Episodenablauf kommen kann. In Deutschland hat die erste Staffel demnach 13, in den USA nur 9 Episoden.
Die Idee zur Serie hatte Chris Murphey.
Ein deutscher DVD-Veröffentlichungstermin ist noch nicht bekannt!
Episodenguide:
• Die Rechtsmedizinerin
• Ein Meer aus Tränen
• Die helfende Hand
• Das menschliche Puzzle
• Mord im OP
• Maden lügen nicht
• Blut ist dicker als Wasser
• Die Hand des Mörders
• Armes reiches Mädchen
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