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City Hall
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Regie
Harold Becker
Drehbuch
Ken Lipper, Paul Schrader, Nicholas Pileggi, Bo Goldman
Produzenten
Edward R. Pressman, Ken Lipper, Charles B. Mulvehill, Harold Becker
Genre Polit-Thriller FSK 12 Filmlänge 111 min Land USA Kinostart 18.04.1996 DVD-Start 02.06.1997 Verleih Concorde Film |
Story
Bei einer Schießerei in Brooklyn, New York, werden ein kleiner Junge und ein Polizist erschossen. Der Bürgermeister ist sofort zur Stelle, tröstet die Familie des Jungen und hält eine bewegende Rede. Doch damit möchte er vertuschen, dass es sich hier um einen Skandal handelt, der seine Kreise bis in die höchsten politischen Ebenen zieht. Es geht um Macht, Verrat und Korruption, und Menschen mit Rang und Namen sind beteiligt. Der stellvertretende Bürgermeister Kevin Calhoun ist bemüht, die ganz Angelegenheit lückenlos aufzuklären. Dabei trifft er auf die Anwältin der Familie des ermordeten Polizisten. Sie hat Informationen, die Calhoun an den Politikern und an Menschen, die er bisher bewundert hat, zweifeln lassen. In diesem Sumpf aus Verbrechen und Intrigen scheint es keine Gnade zu geben...
Schauspieler
Al Pacino, John Cusack, Bridget Fonda, Danny Aiello, Martin Landau, David Paymer, Anthony Franciosa, Richard Schiff, Lindsay Duncan, Nestor Serrano, Mel Winkler
Filmkritik von Stefanie Rufle
Regisseur Harold Becker hat hier auf meisterhafte und zutiefst authentisch wirkende Weise einen hochbrisanten Polit-Thriller geschaffen. Perfekt gelingt ihm dabei die Inszenierung führender politischer Ebenen, in denen ohne Rücksicht auf Verluste jeder nur auf das eigene Fortkommen bedacht ist. Das Schicksal des "kleinen Mannes" steht hier immer wieder im Vordergrund und wird höchst glaubwürdig beleuchtet. Grandios ist Al Pacino als verlogener und durchtriebener Politiker, dem jedes Mittel recht ist, um seine Mitschuld zu vertuschen. Bei seiner Rede an die Trauergemeinde des kleinen erschossenen Jungen könnte einen die kalte Wut packen, so unglaublich überzeugend spielt er.
Doch auch John Cusack als stellvertretender Bürgermeister kann restlos überzeugen. Oft steht ihm das Unbehagen, die Fassungs- und Hilflosigkeit förmlich ins Gesicht geschrieben. "City Hall" ist ein Film, der ganz klar von seiner guten Besetzung, u. a. auch Bridget Fonda und Danny Aiello, getragen wird, der aber durch seine glaubwürdige Inszenierung an sich schon fesselnd und beeindruckend ist.
