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Die Verdammten des Krieges
Casualties of War
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Regie
Brian De Palma
Drehbuch
David Rabe
Produzenten
Art Linson, Fred Caruso
Genre Kriegs-Drama FSK 16 Filmlänge 113 min Land USA Kinostart 01.02.1990 DVD-Start 05.02.2002 Verleih Columbia TriStar |
Story
Vietnam, 1969: Der Krieg und die ständige Lebensgefahr zehrt an den Nerven der vor Ort stationierten Soldaten. Als dann auch noch für die Männer ein Ausgangsverbot verhängt wird, knallen die Sicherungen endgültig durch. Von der Lage frustriert, überfällt ein Spähertrupp amerikanischer Soldaten unter der Führung des Soldaten Meserve ein Dorf und entführt eine junge Vietnamesin. Der Neuling Eriksson, dem Meserve bereits das Leben gerettet hat, ist entsetzt und betroffen. Als die Männer das Mädchen vergewaltigen und schließlich töten, meldet Eriksson den Vorfall und stößt auf taube Ohren...
Schauspieler
Michael J. Fox, Sean Penn, Don Harvey, John C. Reilly, John Leguizamo, Erik King, Thuy Thu Le, Erik King, Jack Gwaltney, Ving Rhames, Dan Martin, Dale Dye, Steve Larson, John Linton, Vyto Ruginis, Al Shannon
Filmkritik von Melanie Frommholz
Filmemacher Brian DePalma greift mit seinem Film „Die Verdammten des Krieges“ ein wichtiges Thema auf: Zu junge Soldaten werden von Schreibtischtätern in einem sinnlosen Krieg verheizt. Unter pausenlosem Druck und ständig in Lebensgefahr, fallen schließlich sämtliche moralischen Schranken und das Verhalten wird großteils von den Vorgesetzten auch noch gedeckt. Ankläger dieser Kriegsverbrechen werden da schnell zu Nestbeschmutzern, die es kalt zu stellen gilt. Ein gutes Thema für einen guten Kinofilm. Zumal die Geschichte auf den wahren Erlebnissen des Soldaten Daniel Lang beruht.
Leider ist die Umsetzung in diesem Fall jedoch zum eindeutigen Stolperstein geworden. Brian DePalmas Film hinterlässt nur einen mäßigen Gesamteindruck. Vielleicht liegt es letztlich auch an der deutschen Synchronisation, dass „Die Verdammten des Kriegs“ so wenig berühren kann. In jedem Fall schafft das Drehbuch es nicht, die Geschichte von Daniel Lang adäquat umzusetzen. Die Dialoge klingen über weite Strecken abgedroschen und wenn die wichtige moralische Botschaft kommt, wird Geigengedudel eingespielt. Auch Michael J. Fox kann in seiner ernsten Rolle des Soldaten Eriksson einfach nicht wirklich überzeugen. Sean Penn als Dreckschwein Meserve liefert dagegen eine gute Leistung ab.
Letztlich enttäuscht „Die Verdammten des Krieges“ trotz namhafter Besetzung aber mit der holprigen Umsetzung seiner wichtigen Botschaft.
Auszeichnungen
Golden Globe-Nominierungen
Beste Musik
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Kommentare
mark schreibt am 15.06.09, 14:16
Ein ohne Zweifel guter Film, er unterhält - und das ist nun mal die Hauptaufgabe eines Filmes - Den Menschen zu unterhalten! Manchen gelingt es, manchen gelingt es nicht! Doch der Streifen hat sich eindeutig für das Gelingen entschieden, zwar nicht zu 100% aber durchaus ein interessanter und aufwühlender Film mit tollen Leistungen der Schauspieler. Gute Nacht liebe Filmfreunde!
eva schreibt am 11.06.09, 00:57
ich finde, dass dieser film sehr gut geworden ist. michael j.fox schafft es für meinen begriff in jeder szene, aus dem jungendhaft-dümmlichen komödiengeplaudere auszusteigen und den soldaten, der im grunde genommen "nur" seinem gewissen folgt, darzustellen. über sean penn braucht man ja gar nichts zu sagen,jeder weiss wie gut der kerl ist. was mich berührt hat ist die darstellung der jungen vietnamesin und die situation des soldaten, der einerseits in dieser maschinerie gefangen ist - adererseits auch nicht vergessen hat, dass er ein "mensch" ist! das ganze ist für meinen begriff gut umgesetzt, glaubhaft gespielt und ich kann mir vorstellen, dass es in wahrheit nicht so einfach ist, hier das rechte maß nicht zu verlieren. genug beispiele hiezu gibt es ja. dass aber dann einer den mut hat, das auch aufzuzeigen ist schon mehr als charakterstärke und michael had diese aufgabe sehr sehr gut gelöst! bravo von mir !
