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Haunted - Haus der Geister
Haunted
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Regie
Lewis Gilbert
Drehbuch
Timothy Prager, Lewis Gilbert, Bob Kellet
Produzenten
Anthony Andrews, Lewis Gilbert
Genre Horror FSK 12 Filmlänge 90 min Land Großbritannien, USA Kinostart 30.11.1995 DVD-Start 02.12.1996 Verleih Jugendfilm |
Story
Der Psychologieprofessor und Parapsychologe David Ash wird im Jahr 1925 nach Edbrook Hall gerufen, um dort spukhafte Vorkommnisse aufzuklären. Ash ist davon besessen, betrügerische Medien und Geisterbeschwörer zu entlarven und hat auch schon ein Buch geschrieben, in dem er solche übernatürlichen Phänomene anzweifelt. Als ihn nun das Kindermädchen der Familie Mariell, die alte Miss Webb, anfleht, ihr beizustehen, lässt David sich nicht lange bitten und reist nach Edbrook. Miss Webb sieht rätselhafte Dinge und ist überzeugt davon, dass es in dem alten Herrenhaus spukt. Das alte Kindermädchen steht Todesängste aus, wozu auch die drei erwachsenen Kinder der Familie Mariell beizutragen zu scheinen. Sie geben dem Professor von Anfang an das Gefühl, dass ihr Kindermädchen den Verstand verloren hat.
Doch schon kurz nach seiner Ankunft passieren Dinge, die David an seinem Verstand zweifeln lassen. Seine Zwillingsschwester, an deren Unfalltod in Kindertagen er sich bis heute schuldig fühlt, erscheint ihm immer wieder und jagt ihm eine Riesenangst ein. Doch auch die schöne Christina Marriell und ihre beiden Brüder wirken äußerst seltsam und haben offensichtlich auch noch ein inzestuöses Verhältnis miteinander. Immer mehr gerät David in Christinas Bann, langsam aber sicher verliert der so logisch denkende Wissenschaftler die Kontrolle über die Situation. Als er schließlich erkennt, in welcher Gefahr er sich befindet, gibt es augenscheinlich kein Entkommen mehr.
Schauspieler
Aidan Quinn, Kate Beckinsale, Anthony Andrews, John Gielgud, Anna Massey, Alex Lowe, Geraldine Somerville, Victoria Shalet, Peter England, Liz Smith, Linda Bassett, Alice Douglas, Hilary Mason, Edmund Moriarty, Emily Hamilton
Filmkritik von Stefanie Rufle
James Bond-Regisseur Lewis Gilbert hat hier gemeinsam mit dem Produzenten Francis Ford Coppola einen packend inszenierten Geister-Thriller geschaffen. Schon mit der Anfangssequenz taucht der Zuschauer in eine herrlich gespenstische Atmosphäre ein, die ihn während des gesamten Films gefangen hält. Hier ist Gänsehaut garantiert und das auf wirklich hohem Niveau. Themen wie Vergangenheitsbewältigung, Schuld und Sühne werden gleichermaßen angesprochen und auch über die Liebe kommt man beim Zuschauen unwillkürlich ins Grübeln. Nicht eine Sekunde lang wird dieser Film auch nur annähernd langweilig, die Spannung hält sich bis zum Schluss und das Finale kann nur als meisterhaft bezeichnet werden.
Aidan Quinn überzeugt in seiner Rolle des absolut rational denkenden Professors, dessen Welt plötzlich ins Wanken gerät, restlos. Er sieht in diesem Film nicht nur umwerfend gut aus, er spielt seine Rolle, als würde es um sein Leben gehen und auch Kate Beckinsale ist eine Traumbesetzung für die mysteriöse Christina. Eine grandiose Kameraführung unterstreicht die gespenstische, unheimliche Stimmung, die in diesem Streifen vorherrscht - alles wirkt gleichzeitig echt und doch auch wieder völlig irreal. "Haunted - Haus der Geister" verspricht einen spannenden, romantischen und gruseligen Fernsehabend, der einen unwillkürlich an der sogenannten Realität zweifeln lässt.
